Di, 22. Jänner 2019

Remis gegen Sturm

21.10.2018 18:56

Austria daheim gegen zehn Grazer nur 1:1

Austria Wien und Sturm Graz haben sich in einem intensiv geführten Bundesliga-Schlagerspiel leistungsgerecht 1:1 (0:1) getrennt. Peter Zulj schoss Sturm in einer Partie mit spiegelverkehrten Hälften zu einer verdienten Pausenführung (9.). Nach dem Seitenwechsel gelang Kevin Friesenbichler der Ausgleich für die eine halbe Stunde in Überzahl spielende Austria (48.)..

Die Austria liegt als Vierter auch nach der elften Runde drei Punkte vor den Steirern und baute die Ungeschlagen-Serie gegen den Vizemeister auf vier Pflichtspiele aus. Die sechstplatzierten Grazer hingegen verpassten nach dominanter Vorstellung in der ersten Hälfte erneut einen Befreiungsschlag. Die Elf von Trainer Heiko Vogel kann nach Gelb-Rot gegen Stefan Hierländer (61.) aber wohl mit dem Auswärtspunkt zufrieden sein.

Zulj mit früher Führung
Sturm, das diesmal in einem 4-1-4-1 auftrat, startete druckvoll. Ex-Austrianer Philipp Hosiner initiierte nach schönem Solo die erste Grazer Topchance, die Zulj mit einem Zentimeter-Fehlschuss abschloss (7.). In der nächsten Aktion zappelte der Ball im Tor. Otar Kiteishvili nutzte den Platz nach vorne, spielte auf Philipp Huspek und Zulj rutschte erfolgreich in dessen flache Hereingabe (9.).

Die Austria gewann in der Startviertelstunde kaum entscheidende Zweikämpfe und kam lediglich zu einer frühen Halbchance, als Friesenbichlers versuchte Kopfball-Vorlage auf Alexander Grünwald von Jörg Siebenhandl entschärft wurde (2.). Der Sturm-Goalie war auch in der 21. Minute nach Grünwalds wuchtigem Kopfball zur Stelle.

Sturm kontrolliert
Die Gäste kontrollierten - angeführt von Herzschrittmacher Zulj - die Partie, die Austria deutete immerhin zarte Gefahr an. Nach schönem Freistoßtrick schoss Friesenbichler volley ins Außennetz (26.). Kurz vor der Pause wehrte Siebenhandl einen Schuss von Dominik Prokop zur Ecke ab (40.).

Dazwischen verzeichneten die Veilchen gegen die hochstehenden und spielfreudigen Grazer immer wieder haarsträubende Ballverluste. Kiteishvili vergab nach einem solchen die Riesenchance auf das 2:0 gegen Pentz (43.). Der Georgier übersah dabei auch den besser postierten Huspek. Drei Minuten später zwang Lukas Grozurek mit einem Kopfball den Austria-Schlussmann zur nächsten Parade.

„Nur“ 1:0 zur Pause
Statt mit einer komfortablen Mehrtoreführung ging es für den Vizemeister „nur“ mit 1:0 in die Pause - das rächte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel: Thomas Ebner, den Austria-Trainer Thomas Letsch anstelle von Risikofaktor Cristian Cuevas gebracht hatte, flankte in die Mitte, wo sich Friesenbichler im Kopfballduell gegen Dario Maresic durchsetzte (48.).

Es entwickelte sich ein an Strafraumszenen reiches Schlagerspiel, in dem die nach einer Systemumstellung auf eine Dreier-Abwehrkette agierende Austria ebenbürtig und ab der 61. Minute nach Hierländers Platzverweis in Überzahl war. Der Sturm-Kapitän hatte Friesenbichler im Laufduell mit der Hand im Gesicht getroffen.

Grünwald verletzt
Offensive Vehemenz zeigten die Gastgeber danach aber nicht. Austria-Kapitän Grünwald, der in der Nachspielzeit mit Verdacht auf eine Schulterverletzung ausschied, versuchte es mit einem Gewaltschuss (78.) und Freistoß (80.) erfolglos. Die Topchance zum Austria-Siegtreffer vergab Florian Klein, dessen Schuss zentral auf Siebenhandl ausfiel (85.).

FK Austria Wien - SK Sturm Graz 1:1 (0:1)
Wien, Generali Arena, 11.265, SR Schüttengruber.

Torfolge: 0:1 ( 9.) Zulj
1:1 (48.) Friesenbichler

Austria: Pentz - Klein, Schoissengeyr, Igor, Cuevas (46. Ebner) - Matic, Jeggo - Ewandro (72. Monschein), Grünwald (93. Sarkaria), Prokop - Friesenbichler

Sturm: Siebenhandl - Koch, Spendlhofer, Maresic, Hierländer - Lackner - Huspek (96. Lovric), Zulj, Kiteishvili (65. Schrammel), Grozurek - Hosiner (72. Eze)

Gelb-Rote Karte: Hierländer (61./Foulspiel)

Gelbe Karten: Cuevas bzw. Koch, Spendlhofer

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