Sa, 20. Oktober 2018

Pfusch am Bau

23.09.2018 17:45

Explosion: Gas strömte seit Monaten aus Leitung

Schwer verletzt wurde - wie berichtet - ein junger Burgenländer bei einer Gasexplosion in Pinkafeld. Seine Lebensgefährtin (22) und die dreijährige Tochter kamen mit dem Schrecken davon. Jetzt bestätigen Untersuchungen von Brandermittlern die Vermutung: Pfusch am Bau ist an dem Unglück schuld.

Während er gerade auf der Toilette saß, explodierte Gas, das aus einer undichten Leitung strömte und sich an einer Duftkerze entzündet hatte. Der Familienvater wurde schwer an den Oberschenkeln und im Gesicht verletzt. „Er erlitt Verbrennungen dritten Grades und befindet sich weiterhin im Krankenhaus“, so eine Polizistin.

„Leitung unsachgemäß abgedichtet“
Indes ergaben Untersuchungen von Brandexperten der Exekutive, dass Pfusch am Bau zu dem Unglück geführt haben dürfte: Bereits im Februar 2016 erfolgte ein Umbau des Badezimmers und des WCs durch den Untermieter. Dabei dürfte eine alte Leitung unsachgemäß abgedichtet worden sein, was dazu führte, “dass mit der Zeit größere Mengen Gas unkontrolliert in den Raum strömten“, hieß es.

Geruch bemerkt
Auch die Bewohner selbst gaben an, über einen längeren Zeitraum immer wieder einen verdächtigen Geruch bemerkt zu haben. Sie unterschätzten jedoch die Gefahr und lüfteten lediglich. Die Energie Burgenland hat die Gasversorgung für das Haus abgeschaltet. „Wir drehen erst wieder auf, wenn alle Leitungen überprüft wurden und die schadhafte Stelle fachgerecht repariert ist.“

Kronen Zeitung

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