Mo, 24. September 2018

Nicht ständig bemannt

13.09.2018 10:30

NASA plant kleine Raumstation, die Mond umrundet

Mehr als 40 Jahre nach der letzten Mond-Landung arbeitet die US-Raumfahrtbehörde NASA an einer bemannten Raumstation, die um den Erdtrabanten kreist. Mit ihrer Hilfe will man u.a. Krater und Höhlen der Mondoberfläche erkunden und später auch bemannte Missionen zum Mars starten. Ein erstes Modul der „Lunar Orbital Platform-Gateway“ (kurz: LOP-G) soll bereits 2022 ins All geschickt werden.

Als erste Komponente soll das Power Propulsion Element (PPE), das die geplante Raumstation mit Energie versorgt und als Antriebseinheit dient, in den Orbit um den Mond geschickt werden. Weitere Teile der 55 Tonnen schweren Station - ein Modul für die Besatzung, ein Luftschleusensystem für andockende Raumkapseln sowie ein Roboterarm - sollen folgen, so die Pläne der NASA.

LOP-G wird nicht ständig bemannt sein
Das Wohnmodul soll Platz für vier Astronauten, die jeweils 30 bis 90 Tage an Bord des LOP-G arbeiten, bieten. Weil es sehr teuer ist, Kapseln mit Crews in einen Orbit um den Mond zu bringen, wird die Mini-Raumstation aber - anders als die wesentlich größere Internationale Raumstation ISS - die meiste Zeit des Jahres unbemannt sein, berichtet die Website Space.com unter Berufung auf einen NASA-Verantwortlichen.

Russland und ESA an Kooperation interessiert
Laut Angaben der NASA wolle man anderen Nationen die Möglichkeit geben, die neue Raumstation ebenfalls zu nutzen. Russland hat eine Mitarbeit bereits zugesagt. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir zusammen am Bau der internationalen Raumstation ,Deep Space Gateway‘ teilnehmen werden“, erklärte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im September vergangenen Jahres bei einer Konferenz in Australien. Auch die Europäische Raumfahrtagentur ESA bekundete Interesse an einer Kooperation.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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