Mi, 19. September 2018

Personelle Umbrüche

03.09.2018 15:00

Die Grünen stehen landesweit vor großen Problemen

Bei den Nationalratswahlen 2017 haben sie den Einzug in das Parlament verpasst. Bei den Landtagswahlen in diesem Jahr haben sie in allen vier Bundesländern Verluste eingefahren. Und auch auf Gemeindeebene stehen die Grünen in den zwei größten Landeshauptstädten nun auf dem Scheideweg. Einziger Hoffnungsträger ist der grüne Innsbrucker Bürgermeister.

Erst letzte Woche kündigte die grüne Grazer Umweltstadträtin Tina Wirnsberger ihren Rücktritt an. Wirnsberger, so heißt es offiziell, müsse sich einer Operation unterziehen. Es bestehe aber kein Grund zu ernsthafter Sorge. Sie bleibt noch bis Ende des Jahres im Amt. Dennoch stellt sich bereits jetzt die Frage, wer Wirnsberger nun nachfolgen und wie es mit der einstigen Vizebürgermeister-Partei in Graz nun insgesamt weitergehen soll. Diese Frage stellt sich aber nicht nur in der steirischen Landeshauptstadt, sondern auch in der Bundeshauptstadt.

Vassilakou geht nicht mehr ins Rennen
Wien wählt zwar offiziell erst im Jahr 2020, ob es wirklich so lange dauern wird, ist aber zweifelhaft. Und wer sich für den ersten Listenplatz bei den Grünen für die Wien-Wahl bewerben möchte, muss sich ohnehin beeilen. Denn am Mittwoch endet die entsprechende Frist. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die die Liste zuletzt wiederholt angeführt hat, geht nicht mehr ins Rennen. Sie hat am Sonntag ihren Rücktritt verkündet.

Hoffnungsträger im Westen Österreichs
Der einzig wirkliche Hoffnungsträger der Grünen ist derzeit der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi. Just an seinem 59. Geburtstag am 6. Mai gewann das grüne Polit-Urgestein die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in der Tiroler Landeshauptstadt gegen die damalige Amtsinhaberin Christina Oppitz-Plörer (Für Innsbruck). Willi vereinigte knapp 53 Prozent der Stimmen auf sich und ist damit der erste grüne Bürgermeister einer Landeshauptstadt.

Die politische Landschaft der Grünen hat sich in diesem Jahr auch auf Landesebene verändert. Bei den Landtagswahlen in Niederösterreich, Tirol, Kärnten und Salzburg haben die Grünen Verluste eingefahren. In Kärnten waren die Verluste so groß, dass die Partei aus Landtag und Regierung flog. Nun sitzen die Grünen aktuell in vier Bundesländern in der Landesregierung: Salzburg, Tirol, Wien und Vorarlberg. In Vorarlberg wird 2019 gewählt.

Sandra Schieder, Kronen Zeitung

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