16.12.2009 16:12 |

"Avatar"

James Cameron bringt uns nach Pandora

Wir befinden uns im Jahr 2154 auf dem fernen Mond Pandora. Die Atmosphäre ist für Menschen tödlich, doch auf dem von riesigen Waldgebieten gesäumten Planeten leben humanoide Ureinwohner in trautem Einklang mit der Natur. In der menschlichen Kolonie hat man für die außerirdische Lebensart jedoch wenig Verständnis, sitzen die blaugehäuteten Riesen doch auf einem riesigen Mineralvorkommen, das die Energieprobleme der Erde auf einen Schlag lösen könnte. Die Katastrophe ist in James Camerons "Avatar" vorprogrammiert.

Während die Armee unter dem Druck der Wirtschaftsbosse eine schnelle und gewaltsame Lösung anstrebt, versuchen einige Wissenschaftler - darunter die erfrischend eigensinnige Sigourney Weaver - seit vielen Jahren, das Vertrauen der Na'vi zu gewinnen und eine diplomatische Lösung anzustreben. Zu diesem Zweck wurden Avatare geschaffen, gentechnische Hybride aus Menschen und Ureinwohnern, die aussehen wie die Außerirdischen und von den Menschen mental gesteuert werden können.

Einer, der auf diese Weise die fremde und in vielerlei Hinsicht nicht ungefährliche Welt erkunden kann, ist der gelähmte Ex-Soldat Jake Sully (Sam Worthington). Wenn er sich mühevoll in seinen Solarium-artigen Container hievt und sich in den großen, schlanken und muskulösen Avatar einklinkt, dann werden bei ihm nicht nur Erinnerungen geweckt, sondern dann wird der stille Außenseiter auch bald zum selbstbewussten und heldenhaften Anführer. Bei diesen Weltenwechseln und Initiationssequenzen lassen Filme wie "The Matrix" oder "Der mit dem Wolf tanzt" mehr als deutlich grüßen.

Vom Look her ist "Avatar" reinstes und feinstes Kino-Spektakel. Knapp zehn Jahre musste der Regisseur von Kassenschlagern wie "Alien", "Terminator" oder "Titanic" warten, bis er seine Vision eines möglichst realen Erfahrens des neuen Universums in Stereo-3D umsetzen konnte. "Wir wollten Figuren kreieren, die absolut lebensecht wirken", sagt Cameron, dem ein neues Motion-Capture-Verfahren vor vier Jahren schließlich die Gelegenheit gab, jede Mimik, Muskel- und Augenbewegung der Schauspieler auf die animierten Außerirdischen zu übertragen.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Außerirdisch die Produktionskosten - geschätzte 500 Millionen Dollar -, aber technisch revolutionär: Ein vor allem visuell-atemberaubendes Spektakel, das einer cineastischen Schöpfungsgeschichte gleichkommt, zeigt uns Cameron doch eine märchenhaft fluoreszierende, computergenerierte Fauna in brillant-plastischer 3D-Optik, wie sie sonst nur in den Tiefen des Ozeans existiert, was ihn zu einem Jules Verne des dritten Jahrtausends macht.

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