Di, 11. Dezember 2018

Russland:

04.08.2018 08:53

„890.000 Flüchtlinge können bald in Heimat zurück“

Hunderttausende syrische Staatsbürger können in den kommenden Monaten aus dem Ausland zurückkehren. Das gab das Verteidigungsministerium in Russland am Freitag bekannt. Bereits Ende Juli sind Hunderte Flüchtlinge aus dem Libanon in ihre Heimat zurückgekehrt. Das staatliche syrische Fernsehen berichtete, rund 1200 Menschen würden in einem Buskonvoi über die Grenze gebracht.

„Nach Angaben des Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) werden in den kommenden Monaten voraussichtlich rund 890.000 Zivilisten nach Syrien zurückkehren“, wird Oberst Mikhal Mizintsev, Leiter des Verteidigungsministeriums von der russischen Nachrichtenagentur TASS zitiert.

Potentielle 1,7 Millionen Rückkehrer
Rund 1,7 Millionen Menschen hätten zudem den Wunsch geäußert, aus dem Ausland zurückzukehren, gab die Sprecherin des russischen Außenministeriums bekannt. Zudem würden die
Behörden auch weiterhin aktive Schritte setzen, um die Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien zu erleichtern. Mizintsev wies darauf hin, dass insgesamt zehn Grenzübergänge eingerichtet und in Syrien in Betrieb genommen wurden.

UNO sieht Rückkehr kritisch
Die Regierungen Syriens und des Libanon hatten sich auf die Rückkehr der vor dem Bürgerkrieg geflohenen Menschen verständigt. Es gab bereits mehrere Konvois nach Syrien. Die UNO sieht die Transporte kritisch und argumentiert, die Bedingungen für eine Rückkehr in ein Land, in dem nach sieben Jahren noch immer gekämpft wird, seien noch nicht alle erfüllt.

Menschen flüchteten aus Heimat
In dem Konflikt wurden schätzungsweise eine halbe Million Menschen getötet, 5,6 Millionen Syrer sind ins Ausland geflohen, 6,6 Millionen wurden innerhalb des Landes durch die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen vertrieben. Allein der Libanon hat nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, gut ein Viertel seiner Bevölkerung. Viele Syrer sind in die Türkei und nach Jordanien geflohen oder in die EU gekommen.

 krone.at
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