3:1 gegen Kapfenberg

Rapid Wien ist Herbstmeister 2009

Fußball
06.12.2009 17:22
Mit einem 3:1-Heimsieg über Kapfenberg hat sich Rapid Wien am Samstag zum Herbstmeister gekürt. Durch ein schwaches 0:0 von Meister Red Bull Salzburg am Sonntag in Graz führen die Hütteldorfer nun sogar mit zwei Punkten vor den Mozartstädtern und sind auf einem guten Weg, sich auch die Winterkrone aufzusetzen.

Rapid startete vor 15.300 Zuschauern blitzartig, Veli Kavlak nötigte KSV-Torhüter Raphael Wolf bereits nach 18 Sekunden zu einer Parade. Nach verheißungsvollem Beginn ließ der Rekordmeister aber nach, etliche Abspielfehler prägten das Spiel. Aus einer schönen Kombination zwischen Kavlak und Katzer resultierte trotzdem die Führung. Kapfenbergs Abwehrchef Milan Fukal ließ gegen den aufgerückten Verteidiger den Fuß stehen, Hofmann (9. Saisontor) verwertete den von Schiedsrichter Drachta verhängten Elfmeter in der 18. Minute sicher.

Offensive der Steirer mit 2:0 "belohnt"
Die steirischen "Falken", die in sechs Vergleichen mit Rapid seit dem Aufstieg zum sechsten Mal eine Niederlage einstecken mussten, schalteten notgedrungen etwas mehr auf Offensive. Dies ging allerdings nach hinten los. Aus einem verunglückten Vorstoß der Gäste resultierte ein schneller Konter über Boskovic und Hofmann, dessen Flanke Jelavic per Kopf zum 2:0 verwertete (34. Minute). Die von Verletzungen und Sperren geschwächte Elf von Trainer Werner Gregoritsch hatte in der ersten Spielhälfte bis auf einen Hüttenbrenner-Fernschuss (38.) nichts zu bieten.

Salihi mit dem elften Saisontreffer
Kapfenberg kam in der zweiten Spielhälfte besser ins Spiel, da sich Rapid auf der Führung ausrastete. Zunächst scheiterte der eingewechselte Markus Felfernig (73.) an Rapid-Torhüter Helge Payer, fünf Minuten später schlug Heinz nach einem Blackout in Rapids linker Defensivseite nicht unverdient zu. Die Hoffnung auf einen Punkt währte für Kapfenberg aber nur kurz. Joker Salihi sorgte 20 Minuten nach seinem Eintausch nach einer schönen Einzelleistung für den 3:1-Endstand (85.). Für den von der SV Ried transferierten Albaner war es in seinem elften Saisonspiel für Grün-Weiß sein bereits neunter Treffer und sein insgesamt elftes Saisontor.

Reaktionen auf das Spiel
Peter Pacult (Trainer Rapid): "Rapid bleibt nach dem heutigen Match zu Recht an der Tabellenspitze. Der Sieg geht sicher in Ordnung. Ich bin sehr, sehr zufrieden über die ganze Situation. Über die Zuschauer, über die Mannschaft, die hart arbeitet. Das Gegentor war eine Unachtsamkeit, aber ansonsten waren wir heute nie in Gefahr."

Markus Katzer (Rapid-Verteidiger): "Wir haben kein überragendes Spiel abgeliefert. Aber nach dem Programm, das wir haben, war es wichtig, drei Punkte zu holen. Kapfenberg hatte nicht viele Chancen. Ich habe nie Angst gehabt, dass wir noch unentschieden spielen können."

Werner Gregoritsch (Trainer Kapfenberg): "In der zweiten Hälfte ist mit den Hereinnahmen von Felfernig und Wieger Bewegung in unser Spiel gekommen. Davor waren wir aus dem Zentrum her viel zu verhalten. Wir sind nie ins Spiel gekommen. Die Gegentore waren Eigenfehler. Mit Heinz war ich zur Pause sehr unzufrieden, weil er normal eine andere Qualität hat. In der zweiten Spielhälfte hat er das gezeigt. Für meine Begriffe war ein Punkt drinnen, wir waren sehr nah dran."

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