Foda reagierte prompt und nahm Sonnleitner, der früh die 1:0-Führung per Kopf erzielt hatte (5.), vom Feld. Auch die 150 nach Rumänien mitgereisten Sturm-Fans waren nach Schlusspfiff nicht gut auf ihre Mannschaft zu sprechen. Schließlich hatten die Grazer trotz 1:0-Vorsprungs und einer Gelb-Roten-Karte für Dinamo-Mittelfeldspieler Laurentiu Rus (43.) noch verloren.
Nach dem Spiel sagte Foda: "So kann man auf internationaler Ebene kein Spiel gewinnen. Wenn man einen Elfmeter verschießt, eine 1:0-Führung vergibt, zwei solche dummen Tore kriegt, die zweite Hälfte in Überzahl spielt und trotzdem keine Torchancen hat, dann darf man sich nicht beschweren, wenn man verliert."
Galatasaray-Match unbedeutend
Durch die Niederlage steht fest, dass die Steirer die Gruppe F als Vierter und Letzter beenden werden, am 16.12. geht es daheim gegen Gruppensieger Galatasaray sportlich um nichts mehr. Von einer Krise will Foda aber keinesfalls sprechen. "In den letzten Jahren ist es bei Sturm stetig bergauf gegangen. Jetzt findet eine Stabilisierungsphase statt, man darf ruhig auch einmal verlieren", beruhigte der Deutsche.
Dinamos Chance lebt noch
Dinamo-Trainer Cornel Talnar war zufrieden, dass sein Team auch den zweiten Sieg in der Gruppenphase gegen Sturm eingefahren hat. "Wir haben mehr Einsatz und mehr Leidenschaft gezeigt. Und wir hatten auch das nötige Glück", bilanzierte Talnar, dessen Team nun sogar noch eine kleine Chance auf den Einzug ins Sechzehntelfinale hat. Dinamo muss am letzten Spieltag auswärts gegen Panathinaikos mit mindestens zwei Toren Differenz gewinnen.
Die Heimpartie gegen Sturm war für Dinamo die erste in der laufenden Gruppenphase, die nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Im Stadion von Dinamo hatte es nämlich am 20. August ähnliche Szenen gegeben wie am Donnerstag im Wiener Horr-Stadion (Bericht in der Infobox). Die Folgen der Ausschreitungen im Rahmen der Qualifikationspartie zur Europa League gegen Slovan Liberec waren eine Strafverifizierung auf 0:3, zwei internationale Heimspiele vor leeren Rängen und eine Geldstrafe von 50.000 Euro.
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