Mo, 22. Oktober 2018

Schwerer Verstoß

14.07.2018 09:59

Rüpel-Trump lässt Queen hinter sich herumtänzeln

Bei seinem Besuch der Queen in Großbritannien hat US-Präsident Donald Trump gleich mehrmals die königliche Etikette verletzt. Erst ließ er Elizabeth II. in der Hitze warten, dann verlief schon die Begrüßung gegen das Protokoll: Trump verwehrte ihr eine Verbeugung und gab ihr einfach die Hand. Doch der schlimmste Verstoß folgte kurz darauf: Der Präsident kehrte der Monarchin den Rücken zu und zwang sie so, hinter ihm herumgehen zu müssen.  

Die Queen empfing Trump am Freitag mit militärischen Ehren im Innenhof des Palastes. Doch der US-Präsident dankte es ihr mit einer ordentlichen Verspätung. Etwa 15 Minuten wartete die 92-Jährige umringt vom feierlich geschmückten Arrangement. Sie soll dabei auch ungeduldig auf die Uhr gesehen haben, berichtet die „Daily Mail“. 

Bei etwa 26 Grad im Schatten eine regelrechte Zumutung für die betagte Monarchin, die für diesen Anlass mit blauem Mantel und farblich perfekt passendem Hut gekleidet war.

Eher jovial reicht er ihr nach dem späten Eintreffen zur Begrüßung die Hand - gemäß royalem Protokoll hätte er sich verbeugen müssen. Auch die First Lady Melania verzichtete auf den obligatorischen Knicks und schüttelte der Monarchin die Hand.

Als der Präsident und die Queen schließlich an der britischen Ehrengarde vorbeischritten, passierte ihm schließlich der dritte Fauxpas: Er kehrte der Monarchin den Rücken zu (ein absolutes No-Go!) und marschierte einfach voraus - ein sehr ernster Verstoß gegen die Etikette. Zuvor wollte ihm die Queen noch zu verstehen geben, dass er sich weiter links halten soll - doch Trump verstand offenbar nicht, was sie meinte. Als er schließlich vor ihr abrupt stehen blieb, musste sie hinter dem US-Staatsoberhaupt herumgehen, um wieder auf selber Höhe mit ihrem Gast zu sein.

In sozialen Netzwerken wird das Benehmen von Trump scharf kritisiert. Er habe sich unhöflich und respektlos gegenüber der Queen verhalten. Andere vergleichen seinen Auftritt mit dem eines kleinen Kindes, das darauf warte, das man ihm zeigt, was als Nächstes zu tun sei.

Elizabeth II. traf bereits ein Dutzend US-Präsidenten 
Als Rekordmonarchin hat Elisabeth II. viele US-Präsidenten getroffen. Die einen hat sie wohl lieber kommen, die anderen lieber gehen gesehen. Mit dem Besuch von Donald Trump empfing die Monarchin seit 1951 nun bereits zwölf US-Staatsoberhäupter. Dabei passierten freilich einige Etiketten-Pannen. Richard Nixon soll verbissen versucht haben, seine Tochter Tricia mit Prinz Charles zu verkuppeln - vergeblich. George W. Bush machte die Queen in einer Dankesrede versehentlich 200 Jahre älter, woraufhin die Monarchin ihn mit dem „strengen Blick einer Mutter“ rügte. Den Vogel schoss jedoch Jimmy Carter im Jahr 1977 ab, als er die Mutter von Elizabeth II, Queen Mum, zur Begrüßung auf den Mund küsste.

Kronen Zeitung/krone.at

Miriam Krammer
Miriam Krammer

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.