Silverstone-Revanche?

Lauda: „Mehr Verantwortung auf der Kommandobrücke“

Formel 1
07.07.2018 11:00
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Mercedes hat das „Waterloo von Spielberg“ aufgearbeitet und abgehakt, Teamspitze um Toto Wolff und Niki Lauda brennen beim England-Klassiker in Silverstone auf Revanche. 

„Für mich ist Mercedes der Favorit!“ WM-Leader Sebastian Vettel sieht sich - obwohl im zweiten Training top - in Großbritannien als Außenseiter. Doch die “Silberpfeile„ mussten nach dem Spielberg-Debakel erstmal ihre Wunden lecken. Scheint gelungen, die Teamführung versprüht vorm heutigen Qualifying viel Optimismus. “Okay„, sagt Teamchef Toto Wolff, „wir haben ein paar Nächte schlecht geschlafen. Aber die technischen Defekte sind schnell gefunden und analysiert worden. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass solche Fehler nicht mehr auftreten."

Bei Valtteri Bottas hat man als Vorsichtsmaßnahme die Antriebseinheit gewechselt - mit dem dritten von drei erlaubten Triebwerken befindet sich der Finne noch im Rahmen des erlaubten Kontingents.

Individueller Fehler
Der Anfang vom Ende beim “Waterloo von Spielberg„ hat ein taktischer Fehler des Chefstrategen James Vowles eingeleitet. Konsequenzen? „Keine“, sagt Niki Lauda, der aber „mehr Verantwortung auf der Kommandobrücke„ einfordert. “James hatte ein Vier-Sekunden-Fenster, aber die Kommunikation war zu lang. „Er muss schneller und allein entscheiden.“  Und wenn seine Entscheidung falsch wäre? Lauda: „Auch wurscht. Mir ist es nur wichtig, dass eine getroffen wird.“

Silverstone mit seiner Vollgas-Passage Maggots-Becketts-Chapel ist eine Strecke, die Mercedes auf den Leib geschneidert ist. Lewis Hamilton gewann seinen Heim-Grand-Prix bereits fünfmal, die jüngsten vier in Serie. “Ja„, erklärt Wolff, “das sollte so sein. Aber das haben wir auch vor Montreal und Spielberg gedacht„.   Bei den Piloten hat das Österreich-Debakel keine Spuren hinterlassen. Wolff: “Das sind Vollprofis, Spielberg ist abgehakt, Silverstone bedeutet für das ganze Team eine zusätzliche Motivation.„ Und Lauda ergänzt: “Ich bin hochmotiviert, will einen Doppelsieg!"

Richard Köck, Kronen Zeitung

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