Di, 11. Dezember 2018

RTR Telekom Monitor:

07.07.2018 11:21

Mobile Internetnutzung der Österreicher explodiert

Die Österreicher surfen immer öfter mit mobilem Internet. 2017 wurden hierzulande um 81,2 Prozent mehr Daten im Mobilnetz verbraucht als im Jahr zuvor. „Damit setzt sich der starke Aufwärtstrend fort“, so der heimische Regulator RTR. Die Telekomunternehmen werden heuer deutlich mehr Geld in Investitionen stecken als im abgelaufenen Jahr, erwartet die Behörde.

Der Endkundenmarkt mit Telekommunikationsdiensten spielte im Vorjahr einen Umsatz von 3,66 Milliarden Euro ein, 2016 waren es mit 3,63 Milliarden Euro fast genauso viel. Während bei den Mobilfunkumsätzen ein geringfügiges Plus von 0,3 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro verbucht wurde, gingen jene aus der Festnetz-Sprachtelefonie um 7,1 Prozent auf 365,1 Millionen Euro spürbar zurück. 892,7 Millionen Euro (plus 5,4 Prozent) flossen 2017 aus dem Geschäft mit Breitband- und Bündelprodukten, geht aus dem „RTR Telekom Monitor“ hervor.

Über das Festnetz fließen doppelt so viele Daten
Der Report liefert nun auch Infos zum Datenvolumen im Festnetz. „Über feste Breitbandanschlüsse in Österreich wird etwa doppelt so viel Datenvolumen verbraucht wie über das Mobilnetz“, rechnet Telekom-Regulator Johannes Gungl mit Blick auf das vierte Quartal 2017 vor. „Pro Anschluss und Monat sind das im Schnitt ungefähr 88 Gigabyte Up- und Download.“ Bei mobilen Datentarifen wie Cubes oder Datentarifen ohne inkludierte Minuten oder SMS seien es rund 47 Gigabyte. Bei Mobiltarifen mit Paketen betrage das verbrauchte Datenvolumen im Schnitt nur vier Gigabyte.

168 Minuten Telefonie und 19 SMS im Monat
Im vierten Quartal 2017 telefonierten die Österreicher pro Monat im Schnitt 168 Minuten und verschickten 19 SMS. Bei dieser Berechnung sind die reinen Datentarife nicht enthalten, „das waren Ende 2017 rund 10,9 Millionen“. Bereits ein Viertel der Umsätze (151,9 Millionen Euro) entfiel in diesem Zeitraum auf reine Datentarife.

Die Zahl der Festnetzanschlüsse geht weiter zurück und ist Ende 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent auf 2,4 Millionen gesunken.

Die Investitionen legten 2017 um 5,5 Prozent auf 633,6 Millionen Euro zu. „Für 2018 ist wieder mit einem deutlichen Anstieg des Investitionsvolumens zu rechnen, da insbesondere Versteigerungen im Frequenzbereich 3,4 bis 3,8 GHz anstehen“, erwartet die Behörde.

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