Fr, 17. August 2018

Schließung Ende Juni

09.06.2018 06:00

LKH Eisenerz soll jetzt ein Übungsspital werden

Von der Praxis in die Theorie: Aus dem LKH Eisenerz, das am 29. Juni schließt, soll ein Trainingskrankenhaus für Katastrophenschutzübungen werden. Sowohl Landesrat Christopher Drexler (VP) als auch Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SP) signalisieren starken Willen zur Umsetzung.

Die Siedelwagen sind bestellt, am 29. Juni ist endgültig Schluss: Das medizinische Leistungsangebot des LKH Eisenerz wird an den Standort Leoben transferiert, auch die Mehrheit der 72 betroffenen Angestellten wechselt in die 30 Kilometer entfernte Montanstadt.

Für jene, die zurückbleiben, ein herber Verlust: „Wenn man etwas verliert, tut es immer weh“, sagt Bürgermeisterin Christine Holzweber. „Auch wenn das Gesundheitszentrum die Versorgung der Bevölkerung garantiert - ein Spital ersetzen kann es nicht.“

Zeichen stehen auf Wiederbelebung
Fehlende Fallzahlen und veränderte Strukturen werden als Ursachen für die Schließung genannt. Und obwohl das Ende noch gar nicht vollzogen ist, werden schon Pläne für eine Neuausrichtung spruchreif: „Jetzt haben wir in Eisenerz ein neues Gelände für Katastropenübungen, das Zentrum im Berg als modernstes Tunnelforschungszentrum der Welt befindet sich in Bau - da wär’s nur naheliegend, das alte Spital zum Trainingskrankenhaus umzufunktionieren“, sagt LH-Stellvertreter Michael Schickhofer, zuständig für den Katastrophenschutz. Auch aus dem Büro von Landesrat Christopher Drexler kommen positive Signale: „Eine baldige Nachnutzung des Hauses ist sehr wahrscheinlich.“

Patientenversorgung gesichert
Der Großteil der Patienten wurde bereits sukzessive vom Gesundheitszentrum am Hauptplatz aufgefangen. Aufgrund der regen Nachfrage gibt es hier nun sogar schon Vergrößerungspläne.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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