Do, 20. September 2018

Spital noch zu

07.06.2018 14:55

KH-Nord-Chefin kassiert schon jetzt saftige Zulage

Die Skandalbaustelle Krankenhaus Nord in Wien kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem sündteuren Energetiker-Firlefanz nun der nächste Schlag: Obwohl das Spital frühestens erst Mitte 2019 aufsperrt, erhält die ärztliche Chefin jetzt schon eine Zulage. Die Mehrkosten für 2018 betragen 31.500 Euro.

Der Antrag für die Gehaltsaufbesserung kommt von der Generaldirektion des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) und soll nächste Woche im Rathaus abgesegnet werden. Die Direktorin wurde im März 2018 bestellt. Der zusätzliche Geldaufwand beträgt für 2019 laut Antrag sogar 41.900 Euro und für 2020 schon 46.800 Euro. Der Betrag ist vom KAV zu leisten.

„Eröffnungsdatum steht in den Sternen“
ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch tobt: „Es ist unglaublich, dass bereits jetzt Zulagen an eine Führungskraft im Krankenhaus Nord gehen sollen, obwohl das Spital noch nicht einmal fertig ist! Auch das Eröffnungsdatum steht in den Sternen.“

Ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) erklärt: „Die Zulagen für ärztliche Direktoren sind zweigeteilt. Die Leitungszulage erhält die Chefin des KH Nord bereits für dieses Jahr. Die Leistungszulage bekommt sie mit der Inbetriebnahme des Hauses, also erst 2019.“ Daher würden die Beträge in den Folgejahren höher ausfallen. Nebenbei: Eine Untersuchungskommission wird die Vorgänge um das Spital aufrollen.

„Es vergeht keine Woche, in der nicht neue Skandale ans Tageslicht kommen. Das Krankenhaus Nord ist der größte Bauskandal der zweiten Republik. Wir erwarten uns von der U-Kommission endlich volle Transparenz und Klarheit“, so Wölbitsch.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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