Mi, 15. August 2018

Getreten, geschüttelt

04.06.2018 11:32

Gewalttäter attackiert Ehefrau und Kind in Park

Er war bereits bekannt dafür, sich nicht unter Kontrolle zu haben, gegen ihn bestanden zahlreiche Betretungsverbote und ein Näherungsverbot. Das alles hielt einen 44-Jährigen nicht davon ab, am helllichten Tag in einem Wiener Park erneut auf seine Ehefrau und den zehn Monate alten Sohn loszugehen. Die Polizei musste einschreiten und nahm den aggressiven Mann fest. Er befindet sich in Haft.

Gegen den 44 Jahre alten Tunesier waren schon in der Vergangenheit aufgrund mehrerer brutaler Vorfälle Betretungsverbote verhängt worden. Auch eine einsteilige Verfügung war aufrecht, laut der er sich seiner 29 Jahre alten Ehefrau für die Dauer von einem Jahr nicht nähern darf.

Doch darüber setzte sich der Verdächtige am frühen Sonntagnachmittag hinweg, folgte seiner Frau, die mit dem gemeinsamen zehn Monate alten Sohn unterwegs war, in einen Park in der Anastasius-Grün-Gasse im Bezirk Währing, um laut seinen Angaben das Kind zu sehen. Das Aufeinandertreffen uferte binnen kürzester Zeit völlig aus.

Erst bespuckte der mutmaßliche Täter die Mutter seines Kindes und trat mehrfach auf sie ein. Auch an dem zehn Monate alten Kind vergriff sich der Mann, begann es zu schütteln und drohte, Mutter und Kind zu töten, sollte er nicht nach Hause zurückkehren dürfen.

„Teils weinerlich, teils aggressiv“
Rasch war die Polizei an Ort und Stelle. Wie Sprecher Harald Sörös erklärte, habe sich der Verdächtige gegenüber den Beamten „sehr wankelmütig“, also „teils weinerlich, teils aggressiv“, verhalten. Er behauptete, aufgrund des Fastens im Ramadan aggressiv zu sein.

Der 44-Jährige wurde festgenommen, neuerlich wurde ein Betretungsverbot gegen ihn ausgesprochen. Er wurde zudem wegen versuchter Körperverletzung und schwerer Nötigung angezeigt und in Haft genommen. Die 29-Jährige und ihr Sohn wurden bei der Attacke nicht verletzt.

 krone.at
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