Fr, 22. Juni 2018

„Mietfreies Leben“

29.05.2018 05:25

Was der Hippie-Guru mit der Becker-Villa vorhat

Seit mittlerweile zehn Tagen besetzt der deutsche Hippie-Guru Georg Berres alias „Bruder Bauchi“ das Anwesen von Tennislegende Boris Becker auf Mallorca und hat damit eine regelrechte Medienlawine losgetreten. Das spanische Gesetz verhindert eine schnelle Räumung. Berres will der heruntergekommenen Becker-Villa nun ein neues Leben aufbauen. Was der 44-Jährige genau vorhat, erzählt er ausführlich in einem Videotagebuch.

Bevor der verrückte Hippie-Guru 2013 auf die spanische Insel kam, lebte er im deutschen Nordrhein-Westfalen. Dort hatte Berres allerdings nicht viel Glück im Leben: Als seine Eltern 1991 ein kroatisches Mädchen adoptierten, verliebte er sich laut „Bild“ in seine Adoptivschwester. Um sie später vor der Abschiebung zu bewahren, heiratete er sie sogar. Die Liebe hielt nicht lange, auch seine zwei weiteren Ehen gingen in die Brüche.

Mit dem Berufsleben hatte Berres ebenso seine Probleme. Nach einer Umschulung zum Web-Designer eröffnete er ein Tattoo-Studio. Kurz nach seinem 30. Geburtstag ließ er sich ins Krankenhaus einweisen. Diagnose: Depression, Burn-out, Borderline-Syndrom.

Aussteiger-Leben auf Mallorca
Heute, mit 44, lebt Berres das Leben eines Aussteigers. Er besitzt weder ein Konto noch eine Krankenversicherung und besetzt Häuser. Vor Kurzem bekam er den Tipp mit der Becker-Villa. Hier will er jetzt erst mal bleiben: „Ich hoffe, dass noch mehr Leute zu mir kommen. Dann können wir renovieren und etwas Neues schaffen.“

Berres veröffentlichte ein Videotagebuch, das ihn bei einem Rundgang auf dem Gelände der Becker-Finca zeigt. „Alleine was da an Essen angebaut werden kann“, hört man ihn schwärmen. „Hier kann man auch super Bäume umarmen.“

„Kostenloser Hausmeisterservice“
Für seine Zukunft in der Becker-Villa hat der 44-Jährige bereits erste Pläne: „Was wir hier bieten können, ist mietfreies Leben.“ Wer es sich hier allerdings einfach nur gemütlich machen möchte, sei fehl am Platz, betonte Berres weiter. „Für euer leibliches Wohl müsst ihr bitte selber sorgen“, so der Hippie-Guru. Er selbst plane, Massagen anzubieten und Bilder zu malen, die er „vielleicht verkaufen kann“. „Wenn einmal Strom da ist, kann ich auch Tätowierungen stechen“, so der 44-Jährige weiter.

Das IHR - er bezeichnet seine Hippie-Truppe selbst als „Intergalaktisches Hilfs- und Rettungskommando für brachliegenden Wohnraum“ - biete zudem „kostenlosen Hausmeisterservice“, das sei natürlich praktisch. Zudem sei genug Platz für Tipis und Zelte. Man könnte hier ein „kleines Dorf errichten“, so der Deutsche weiter. Na, ob ihm da mal nicht Beckers Freunde dazwischenfunken werden ...

Jana Pasching
Jana Pasching

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