Mo, 20. August 2018

Asylwerber in Haft

24.05.2018 06:30

Für Hausbau Drogengeld in die Heimat geschickt

Als Asylwerber lebte ein 31-jähriger Afghane in Österreich - und baute in Linz ein Drogennetzwerk auf, das 480 Kilogramm Cannabis um 4,8 Millionen Euro ins Land geschmuggelt und verkauft haben soll. Der Verdacht: Der Asylwerber dürfte Gewinne aus der Straftat für einen Hausbau in seine Heimat geschickt haben.

Nun sitzt der Hauptverdächtige Adam M. zusammen mit zehn seiner Komplizen in Haft. 26 seiner Subverteiler, die an den Linzer Drogen-Hotspots das Rauschgift sogar an Minderjährige verkauft hatten, wurden angezeigt, ebenso wie 90 ermittelte Abnehmer.

Seit der großen Flüchtlingswelle im Jahr 2015 stieg die Zahl der vermerkten Drogendelikte bei uns stark an: oberösterreichweit um gut 50 Prozent, in Linz gar um 62 Prozent. Das habe aber auch mit verstärkten Suchtgiftkontrollen vor allem in den Linzer Hotspots Hessenpark, Hinsenkampplatz und Kremplstraße zu tun, wie der Linzer Drogenfahnder Reinhold Sommer, LKA-Chef Gottfried Mitterlehner und Vize-Landespolizeidirektor Erwin Fuchs erklärten. Allein in diesen Gebieten wurden 310 Dealer angezeigt, es gab 269 Festnahmen und 229 Einlieferungen in die Justizanstalt. Ab 1. Juni werden diese drei Plätze daher bekanntlich zur Schutzzone.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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