Mi, 18. Juli 2018

0:1 im Cup-Finale

10.05.2018 08:00

Sturm stürzte Bullen in das Tal der Tränen

Dilettantismus vor Finale: Wegen Plakat 15 Minuten Verzögerung. Grazer verdienter Cup-Sieger, Hierländer wurde zum Final-Helden. Rose-Elf muss nach Super-Saison mit einem Titel vorlieb nehmen.

Noch ehe das Cup-Finale in Klagenfurt angepfiffen wurde, leisteten sich die Behörden eine Peinlichkeit. Ein Transparent der Sturm-Fans wurde als leicht entflammbar identifiziert, sollte kurzfristig vor dem Anpfiff entfernt werden. Ein Teil des Grazer Anhangs stürmte daraufhin den Sektor, um das Plakat zu „verteidigen“. Die Polizei sperrte den Bereich rigoros ab, Tausende Zuschauer mussten draußen warten. Bis Klagenfurts Bürgermeisterin Marie-Luise Mathiaschitz ein Machtwort sprach, die wartenden Sturm-Anhänger ins Wörthersee-Stadion ließ. Die Folge: Das Spiel musste mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen werden.

Am Ende fehlte die Kraft
Danach kamen die „Blackies“ voll auf ihre Kosten, sahen eine Topvorstellung ihres Teams. Während Salzburg, von rund 1400 Fans unterstützt, nur selten Akzente setzen konnte. Nach dem Platzverweis gegen Ramalho kämpfte die Mannschaft von Marco Rose zwar aufopferungsvoll, hielt Torhüter Stankovic sein Team mit mehreren Topparaden am Leben. Doch am Ende fehlten den Mozartstädtern in Unterzahl die Kraftreserven, um auf den Treffer von Final-Held Hierländer in der Verlängerung die passende Antwort zu finden. „Glückwunsch an Sturm, sie haben den Sieg verdient“, erwies sich Stankovic als sehr fairer Verlierer. Kapitän Berisha sah es ähnlich: „Sie waren am Ende besser, da muss man den Hut ziehen.“

Erste Pleite seit 2013
Zum zweiten Mal binnen einer Woche - wie beim Halbfinal-Aus in der Europa League gegen Marseille - flossen bei den Salzburgern Tränen. Zugleich stand fest, dass ihre überragende Cup-Serie nach 29 Siegen in Folge - die letzte Niederlage datierte aus dem Mai 2013 - ein Ende fand, Sturm zum zweiten Mal in dieser Saison siegreich aus einem Duell hervorging. Und Salzburg nach einer überragenden Saison am Ende „nur“ mit dem Meistertitel dasteht.

Christoph Nister
Christoph Nister

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