Mo, 22. Oktober 2018

„Warten und hoffen“

01.05.2018 06:00

Nach Brand im Koma: Familie bangt um Sebastian

„Wir müssen warten und hoffen, dass der Bub wieder ganz gesund wird“, sagt Rosa L. (68), die Oma des elfjährigen Sebastian. Er liegt, nachdem er - wie berichtet - von seiner Schwester und den Großeltern bei einem Brand in Waizenkirchen (OÖ) gerettet worden war, im Koma.

„Wir müssen dem Patienten Zeit geben, sich zu erholen. Er ist derzeit stabil, aber Klarheit wird erst herrschen, wenn er aufwacht“, heißt es aus der Grazer Uniklinik, wo Sebastian auch in der Druckkammer behandelt wird, um die Gase aus seinem Körper zu leiten. Alle hoffen, dass er am Freitag, wenn er seinen zwölften Geburtstag feiert, schon über den Berg ist. Die Tiefschlaf-Phase soll drei Tage andauern.

Eltern wachen beim Sohn am Krankenbett
Die Eltern sind nach Graz gefahren, um bei ihrem Kind zu sein. Seine Schwester Michelle (14), die den Rauch gerochen und die im selben Haus lebenden Großeltern alarmiert hatte, ist bei einer Schulfreundin. Der 14-Jährigen ist es zu verdanken, dass Sebastian noch lebt. Qualm war durch die Decke in die Kinderzimmer im Obergeschoß gedrückt worden, weil ein Vogelnest den Kamin verschlossen hatte.

Kinder schlugen Alarm
Die Großeltern hatten auch bemerkt, dass der Kamin nicht „zog“, glaubten aber, dass es wegen des Wetters sei. „Oben haben wir Sebastian husten gehört. Weil Michelle die Tür nicht aufgebracht hat, ist sie übers Fenster rein, hat Sebastian, der bewusstlos vor der Tür lag, weggezogen, dann holten wir ihn raus“, ist die Oma dankbar. Inzwischen hatten die ältere Schwester und ihr Freund die Rettung alarmiert.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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