58-jähriger Innviertler erhielt Anfang des Jahres die Diagnose Leukämie, ist im Kampf gegen den Krebs dringend auf fremde Stammzellen angewiesen. Der Fußballverein in Pischelsdorf veranstaltet für das fleißige und langjährige Mitglied eine Typisierungsaktion.
„Für unseren Peppal und ganz viele andere Menschen starten wir eine Aktion!“, unter diesem Motto findet am 28. Mai (17 bis 19 Uhr) in der Turnhalle Pischelsdorf eine Typisierungsaktion statt. Veranstaltet wird diese Aktion vom lokalen Fußballverein, nachdem das langjährige Vereinsmitglied Josef Anfang des Jahres die Diagnose Leukämie erhielt.
Sehr sportlich und immer gesund
„Josef wollte eigentlich mit unserer Kampfmannschaft Ende Februar mit auf Trainingslager fahren. Zwei Wochen davor hat er mich angerufen und gesagt, dass er krankheitsbedingt absagen muss. Für uns alle war das ein riesiger Schock“, schildert Obmann Patrick Staller. Der 58-Jährige habe immer gesund gelebt, keinen Alkohol getrunken. Neben dem Fußball ist das Radfahren sein großes Hobby.
Schiedsrichter und Nachwuchstrainer
„Er ist ein totaler Vereinsmensch, war selbst als Spieler schon bei uns aktiv. Josef ist hilfsbereit und immer für den Verein da, auf ihn kann man sich verlassen“, findet Staller nur positive Worte. Josef ist als Vorstandsmitglied seit Jahren fester Bestandteil. Bis zu seiner schweren Krankheit war er als Schiedsrichter aktiv und engagierte sich zusätzlich als Nachwuchstrainer. Jetzt will ihm der Verein helfen.
Testset für zu Hause
Josef, der gerade eine Chemotherapie durchmacht, ist dringend auf Stammzellen angewiesen. „Wir sind überwältigt von der Rückmeldung auf unsere Aktion. Wir hoffen, dass sehr viele Leute am 28. Mai vorbeikommen. Wir werden Essen und Getränke zur Verfügung stellen, den Erlös spenden“, so Staller. Wer nicht vorbeikommen kann, kann sich übrigens auch ein Testset nach Hause bestellen.
Schicksale, wie jenes von Josef, führen einem wieder einmal vor Augen, dass Gesundheit das wichtigste ist und sich das Leben innerhalb weniger Sekunden völlig auf den Kopf stellen kann. Es ist schön zu sehen, dass in so einer Ausnahmesituation ein gesamter Verein zusammenrückt und dem langjährigen Helfer die lebensrettenden Stammzellen schenken will.
Da rücken sportliche Ergebnisse ganz schnell in den Hintergrund, will man einem guten Freund helfen. Und es kann so einfach sein: Jeder, der zwischen 17 und 45 Jahre alt und gesund ist, kann sich registrieren lassen. Dazu ist lediglich ein Wangenabstrich nötig. Ich habe mich selbst vor Jahren eintragen lassen, bin ein potenzieller Lebensretter. Ein gutes Gefühl!
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