Sie bekamen eine magere Entlohnung, dafür eine saftige Strafe. Zwei Einbrecher, die sich zu einem Einbruch ins Romantikhotel Guglwald anwerben ließen, verschwinden für längere Zeit hinter Gittern. Denn sie fassten doch ansehnliche Strafen aus. Und waren durch „Pech“ ins Visier der Ermittler geraten – eine Sturmhaube war vergessen worden.
„Wir sollten auf einen Ausflug mitkommen“, meinte der 31-jährige Slowake, der mit seinem tschechischen Freund (32) vor der Linzer Richterin sich wegen des Diebstahls eines 205 Kilogramm schweren Tresors aus dem bekannten Romantikhotel Guglwald in Vorderweißenbach verantworten musste. Zum Ausflug, den zwei andere inzwischen auch gefasste Tschechen „organisiert“ hatten, bekamen die arbeitslosen und verschuldeten Freunde Handschuhe und Sturmhauben.
Im Gefängnis gefunden
Und eine solche Maskierung blieb am Tatort zurück und DNA-Spuren darauf führten zum in Tschechien vorbestraften 31-Jährigen – der dort gerade eine Haftstrafe wegen Fahrens ohne Führerschein abbüßte und alles zugab.
Magere Entlohnung, strenge Strafe
Von den mehr als 50.000 Euro Beute bekamen die beiden angeklagten Handlanger jeweils 430 Euro, weitere Einbrüche waren laut dem Zweitangeklagten angedacht.
Beide Angeklagten bekamen zu Verurteilungen in Tschechien Zusatzstrafen. Der 31-Jährige zehn Monate und der einschlägig vorbestrafte 32-Jährige 18 Monate unbedingte Haft. „Das ist Kriminaltourismus und kein kleiner Einbruch“, sagte die Richterin bei der Urteilsbegründung.
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