Fr, 17. August 2018

Prozess in NÖ

23.04.2018 12:29

Kleinkind missbraucht: Täter (22) verurteilt

Des schweren sexuellen Missbrauchs seiner vier Monate alten Tochter ist ein 22-Jähriger am Montag am Landesgericht Korneuburg in Niederösterreich schuldig gesprochen worden. Er wurde - rechtskräftig - zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, von denen zwölf bedingt nachgesehen wurden.

Laut Staatsanwaltschaft hatten sich die Kindesmutter und der Angeklagte - unbescholten, Frühpensionist aufgrund geistiger Defizite - im vergangenen Juli in der Küche mit einem Freund unterhalten, der damals nahezu täglich zu Besuch kam. Dann erklärte der Beschuldigte, das Baby baden zu wollen, der Freund folgte ihm ins Badezimmer. Mit den Worten „Schau, was i moch“ habe der 22-Jährige das Mädchen mit dem kleinen Finger penetriert. Der Freund vertraute den Vorfall Wochen später seiner Schwester an.

Es kam zur Anzeige, das Jugendamt wurde eingeschaltet. Anfänglich bestritt der Beschuldigte die Handlung, bei einer späteren Einvernahme gab er an, eventuell unabsichtlich mit dem kleinen Finger „abgerutscht“ zu sein. „Nicht schuldig“: Dabei blieb der Angeklagte auch im Prozess. Er sei „grundsätzlich vorsichtig“ gewesen und habe das Baby immer nur im Beisein seiner Ex-Lebensgefährtin gebadet.

„Hab‘ ihn gefragt, ob er deppert ist"
Die junge Frau gab im Zeugenstand an, damals nicht im Bad gewesen zu sein und das Geschehen daher nicht mitbekommen zu haben. „Ich hab‘ ihn gefragt, ob er deppert ist“, schilderte der Freund seine geschockte Reaktion auf die „Aktion“ des Angeklagten, begleitet von der Aufforderung, zu schauen, was er mache.

Die Aussage des Zeugen, der sich genau an den Vorfall erinnern konnte, sei „absolut glaubwürdig“ gewesen, während sich der Angeklagte widersprüchlich verantwortete. Der 22-Jährige habe demnach seinen Finger bewusst und vorsätzlich eingeführt, begründete der Richter die Entscheidung des Schöffensenats. Mildernd wurde neben der Unbescholtenheit bewertet, dass es sich um einen einmaligen Vorfall gehandelt hatte.

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