Di, 16. Oktober 2018

Impfmüdigkeit:

20.04.2018 05:30

Fünf Kinder nach Zeckenbissen auf Intensivstation

Die Zecken sind nach dem langen Winter im wahrsten Sinne aufgetaut und blutgierig! Im Vorjahr gab’s mit 38 schweren FSME-Fällen in Oberösterreich so viele Bissopfer wie noch nie in der Aufzeichnungsgeschichte, fünf Kinder landeten sogar in der Intensivstation.

„Impfungen sind ab einem Jahr empfohlen, in besonders gefährdeten Gebieten, wie entlang der Donau, sind sie ab dem sechsten Monat möglich“, rät der Eferdinger Kinderarzt Johannes Neugebauer zur Immunisierung der Kleinsten. Derzeit gibt’s vier Euro Zuschuss von der Krankenkasse. „Eine Gratis-Impfung für Kinder wäre wünschenswert“, sagt Rainer Gattringer, Hygieniker vom Spital der Elisabethinen in Linz. „Jeder, der einmal immunisiert wurde, kann in der Regel mit einer Auffrischungsimpfung wieder fast völlig geschützt werden.“ In Oberösterreich ist die Durchimpfungsrate, obwohl wir in einem Hochrisiko-Gebiet leben, mit 79 Prozent vergleichsweise gering.

Behandlung schwierig
80 Prozent der FSME-Erkrankungen werden nicht erkannt, fühlen sich wie Sommergrippe an. Der gebürtige Linzer und Wahlwiener Dr. Georg Duscher, Vizepräsident des Vereins für Impfaufklärung, kennt Argumente der Impfgegner, rät zur kritischen Auseinandersetzung mit Risiken, stellt klar: „Eine Impfung nach der Infizierung ist nicht möglich, fast jeder zweite Erkrankte leidet an Langzeitfolgen.“

Neue Risikogebiete
Es gibt auch neue FSME-Risikogebiete, die bisher nicht bekannt waren: Obergrünburg, Losenstein, Reichraming und die Dr. Vogelsang-Klamm.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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