Mo, 15. Oktober 2018

Vienna City Marathon

18.04.2018 14:23

Weltrekordler Dennis Kimetto in Wien gelandet

Der Superstar ist da! Weltrekordler Dennis Kimetto (Kenia), der diesen Sonntag die 35. Auflage des Vienna City Marathons mit seiner Teilnahme krönt, wurde Mittwoch Mittag am Flughafen Wien-Schwechat von VCM-Veranstalter Wolfgang Konrad begrüßt. Der 35-Jährige Kimetto zeigte sich bei seiner Ankunft in Österreich in bester Laune und scheint, entgegen skeptischen Stimmen in seiner Heimat, sehr wohl in guter Form zu sein!

Mit einem Airbus 380, dem größten Verkehrsflugzeug der zivilen Luftfahrt, war Kimetto Mittwoch um 13.07 Uhr mit der Emirates EK 127, aus Dubai kommend, mit zwölf Minuten Verspätung in Schwechat gelandet. VCM-Veranstalter Konrad nahm den Superstar in Schwechat in Empfang. Kimetto will in Wien an seine alten Top-Zeiten anknüpfen. Aber wie er wirklich in Form ist, steht in den Sternen. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag wird er schon mehr Auskunft geben können.

Skepsis läuft mit
Aber die Skepsis läuft bei ihm mit. Kenianische Freunde und Kollegen signalisierten am Dienstag und Mittwoch aus Nairobi und Eldoret, dem Zentrum des berühmten Rift Valleys, wo die meisten von Kenias Lauf-Stars herkommen, eher die Befürchtung, dass er noch nicht wieder in Topform sei. Mark Milde (Berlin), der für Wien die Eliteläufer verpflichtet, hatte in Boston am Wochenende das Gegenteil gehört. Was stimmt? Wir werden sehen! Kimetto selbst kann die Frage auf diese Antwort beim 35. Vienna City Marathon (Sonntag, Start 9 Uhr vor der UNO-City) am besten geben! In jedem Fall ist es großartig, dass Wien erstmals in seiner spannenden Geschichte seit 1984 den aktuellen Weltrekordler im Marathonlauf präsentieren kann.

Warum die Skepsis? Nach seinem sensationellen Weltrekord von 2:02:57 Stunden in Berlin am 28. September 2014 - die „Kronen Zeitung“ war live dabei - ist Kimetto noch bei sechs Marathons gestartet. Vier von diesen Läufen aber hat er aufgegeben, Verletzungen und Formkrisen hatten ihn seit 2014 immer wieder zurückgeworfen. Damit ist er seinen letzten Marathon am 24. April 2014 in London mit 2:11:44 als Neunter durchgelaufen. Im Vorjahr aber hatte er die Rennen in Chicago (8. Oktober) und Honolulu (10. Dezember) aufgegeben. So wie auch seine Marathons 2015 bei der WM in Beijing (22. August) und in Fukuoka (6. Dezember).

Gerüchte um Verletzung
Was hat der 34-Jährige also an diesem Sonntag in Wien wirklich drauf? Der Vienna City Marathon scheint für ihn so etwas wie eine letzte Chance zu sein, noch einmal ins große Marathon-Geschäft kommen zu können. Mit einer wirklich guten Zeit könnte er sich beispielsweise für Berlin am 13. September empfehlen. Kolportierten Meldungen aus Kenia zufolge soll Kimetto sogar zuletzt leicht verletzt gewesen sein, vielleicht aber sind das nur Gerüchte! Wie gesagt: Er wird die Antwort am Sonntag geben.

Zuletzt hat er sich in seinem Heimatort Kapngetuny vorbereitet, einem kleinen Ort in der Nähe von Eldama Ravine im Rift Valley. Dieses Tal ist die Heimat von den Kenia-Stars, wo auch Olympiasieger Eliud Kipchoge herkommt, den die „Kronen Zeitung“ im Vorjahr dort besucht und interviewt hatte.

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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