Mo, 23. Juli 2018

Giftaffäre Skripal

06.04.2018 16:56

Ärzte geben Entwarnung: Ex-Spion erholt sich rasch

Das Schlimmste ist überstanden: Einen Monat nach dem Giftanschlag auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter geben Ärzte jetzt Entwarnung - beide Opfer seien über den Berg. Neuen Ermittlungen zufolge führt die Spur des Attentats zu einer russischen Militärforschungsanlage in Schichany.

Erst am Donnerstag veröffentlichte Scotland Yard eine Stellungnahme der 33-jährigen Tochter des Ex-Spions. Sie sei dankbar für die Hilfe, bat aber darum, das Privatleben ihrer Familie während der Genesung zu respektieren. Am Freitag meldeten sich dann auch die Ärzte des 66-jährigen Doppelagenten zu Wort - mit einer positiven Diagnose: „Er spricht gut auf die Behandlung an, seine Gesundheit verbessert sich schnell.“

Meerschweinchen und Katze im Haus verendet
Weniger Glück hatten die Haustiere der Skripals. Wie nun bekannt wurde, sind zwei Meerschweinchen und die Katze „Nash Van Drake“ im zurückgelassenen Haus verendet. 

Neue Spur führt in russische Militäranlage
Die Ermittlungen zum Giftanschlag laufen indes weiterhin auf Hochtouren. Laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Times“ führt die neueste Spur zu einer russischen Militärforschungsanlage in Schichany. Dort wurde der verwendete Kampfstoff Nowitschok gelagert. Für militärische Einsätze sollen die Mengen nicht ausgereicht haben, sehr wohl aber für Attentate.

Der Kreml wies den Bericht umgehend zurück: „Alle Standorte, an denen Chemiewaffen gelagert wurden, sind bekannt.“ Schichany gehöre nicht dazu. Russland habe alle seine Chemiewaffen zwischen 2002 und 2017 vernichtet.

Ex-Spion vor einem Monat auf Parkbank entdeckt
Der frühere russische Doppelspion Skripal und seine Tochter (Bild unten) waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im britischen Salisbury entdeckt worden. Die Tochter meldete sich am Donnerstag erstmals seit dem Attentat öffentlich zu Wort und berichtete von ihren Fortschritten bei der Genesung.

Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.