Bange Minuten haben 180 Passagiere eines türkischen "Airbus" am Samstagabend bei der Landung in Klagenfurt mitgemacht. Die Maschine musste plötzlich durchstarten, der Kapitän meldete als Ursache ein Flugzeug, das die Landebahn blockiere. Bei der Austro Control will man aber einen Pilotenfehler ausgemacht haben. "Wir hatten alle große Angst", schildert der Klagenfurter Josef W., der an Bord der Maschine war.
Das Flugzeug der türkischen Linie "Freebird" war von Antalya nach Klagenfurt unterwegs, um 180 Türkei-Urlauber in die Heimat zurückzubringen. Josef W.: "Wir waren schon extrem niedrig, konnten fast das Dach des Ikea-Möbelhauses berühren, als plötzlich die Turbinen aufjaulten und der Pilot durchstartete."
"Ich versuche es nochmals, viel Glück"
Und dann kam die alles andere als beruhigende Durchsage: "Hier spricht ihr Kapitän, ein anderes Flugzeug hat die Landebahn blockiert." Der Airbus flog eine Schleife und setzte dann erneut zur Landung an. Der Kapitän beunruhigte die Passagiere noch ein wenig mehr: "Ich versuche es nochmals, viel Glück!" Der Urlauber weiß: "Wir hatten alle große Angst!"
Beim Flughafen Klagenfurt will man nichts davon wissen, dass ein anderes Flugzeug die Landebahn blockiert hätte und es beinahe zur Katastrophe gekommen wäre. Man verweist auf die Austro Control. Und deren Sprecher Peter Schmidt schiebt die Schuld dem Piloten zu: "Er kam zu schnell und zu hoch herein und musste deshalb durchstarten."
von Fritz Kimeswenger, "Kärntner Krone" Symbolbild
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