Mo, 16. Juli 2018

„Gute Nachrichten“

24.03.2018 08:00

Ein würdevolles Ende auch für obdachlose Menschen

Nicht irgendwo, sondern in vertrauter Umgebung, nicht allein, sondern „an der Hand eines Menschen“ zu sterben, wie der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl es nennt: Das wünscht sich wohl jeder. So auch Obdachlose: Das erste Hospiz für sie steht in der Steiermark.

„Obdachlose denken genauso über das Lebensende nach wie andere. Sie wünschen sich, würdevoll und im Kreis von Vertrauten sterben zu können“, weiß Christian Lagger, Geschäftsführer des Krankenhauses der Elisabethinen in Graz. Die Gemeinschaft hatte die Idee für das Hospiz: „Es ist der ureigenste Auftrag der Elisabethinen, sich um Arme und Kranke zu kümmern“, so Generaloberin Mutter Bonaventura Holzmann. Im „VinziDorf-Hospiz“ stehen zwei Betten und ein interdisziplinäres Team 24 Stunden für unheilbar Erkrankte bereit. So sind sie nicht allein, sondern können „gut begleitet und versorgt bis zuletzt leben“.

Vor der Eröffnung 2017 gab es hierzulande keine vergleichbare Einrichtung. Das Hospiz finanziert sich aus Spenden. Patin ist die ehemalige steirische Landeschefin und Dachverband „Hospiz Österreich“-Präsidentin Waltraud Klasnic. Die Elisabethinen gehen ihrem Auftrag in Graz übrigens seit 1690 im Krankenhaus nach, und hier seit 1998 auch auf einer Palliativ-Station. Das Hospiz liegt neben dem „VinziDorf“, eine langfristige Wohnversorgung für Obdachlose von den „VinziWerken“.

Infos: vinzidorfhospiz.at – Benefizkonzert mit Lesung zum 1. Geburtstag des Hospizes: 13. April 2018, 19 Uhr, Café Vorstadt in Graz.

 Ombudsfrau
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