Mo, 25. Juni 2018

Internationale Mission

13.03.2018 13:30

Als Wahlbeobachterin im Einsatz für die Demokratie

Seit über 20 Jahren ist die pensionierte Lehrerin Eva Fischer (69) aus Fischlham eine internationale Wahlbeobachterin mit Courage.

Mehrere Wochen in ein Malaria-Gebiet, kein Personenschutz in gefährlichen Regionen, keine Garantie für regelmäßiges Essen, wenig Hygiene – wenn Eva Fischer im Auftrag der OSZE oder der EU-Kommission als Wahlbeobachterin eingesetzt wird, dann gleichen ihre Reisen keinem Urlaub.
Im Gegenteil: In Ländern wie dem Kongo, Kenia, Ruanda oder Indonesien war sie nie als Touristin, sondern vielmehr als vom Land eingeladene Zeugin. „Wir reisen niemals in ein Land ein, ohne eingeladen zu sein. Wer uns einlädt, will international zeigen, dass demokratische Werte in diesem Land gelebt werden“, erklärt die ehemalige Lehrerin.

Seit 23 Jahren aktiv
1995 begann ihr Engagement mit der Organisation humanitärer Hilfe, bei der 380 Sattelschlepper nach Bosnien gegangen sind: „Kurz darauf wurde ich angesprochen.“ 1997 folgte schließlich die Ausbildung zur Wahlbeobachterin in Talin, Estland.
Was das Wichtigste für eine internationale Wahlbeobachterin ist? „Nicht das Ergebnis, sondern der Weg der Wahl samt aller Modalitäten zählt.“

Vor-Ort-Recherchen
Dazu interviewt sie vor Ort Wissenschaftler, Journalisten, Politiker, Anwälte oder etwa Lehrer, um sich ein Bild der Lage zu machen. „Wir sind in einem Land sichtbar, man will, dass wir an die OSZE oder die EU positiv berichten. Andernfalls fallen humanitäre Hilfeleistungen und Geldflüsse weg.“
Warum sie sich das bereits 25-mal angetan hat? „Weil ich spüre, dass sich etwas zum Guten bewegt!“

Sabine Kronberger
Sabine Kronberger

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