Dramatische Suche
Bub (6) alleine in Ballon vermutet - doch er saß daheim
Der silberne, mit Helium gefüllte Ballon in der Form einer fliegenden Untertasse hatte seine Reise in dem Ort Fort Collins begonnen. Das Fluggerät, das der Vater des Buben gebaut hatte, war auf mehr als zwei Kilometer Höhe gestiegen, stets verfolgt von der Polizei, die in dem Gefährt den kleinen Falcon vermutete.
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Fernsehbilder zeigten den dramatischen Flug
Fernsehbilder, unter anderem bei CNN, zeigten, wie der Ballon allmählich sein Helium verlor. Der Irrflug endete schließlich auf einem Feld nahe der Stadt Keenesburg im US-Bundesstaat Colorado - doch von Falcon fehlte jede Spur, wie Live-Bilder im Fernsehen zeigten.
Zunächst wurde befürchtet, dass der Sechsjährige während des Fluges aus der kleinen Ballongondel gefallen sein könnte. Doch dann endete die dramatische Suche gänzlich unerwartet. Falcon hatte sich in seinem Elternhaus versteckt - aus Angst vor Ärger. Schließlich hatte er das Gefährt in einem unbeobachteten Augenblick selbst los gemacht.
"Hatte Angst, weil mein Vater mich angeschrien hat"
"Ich war auf dem Dachboden und ich hatte Angst, weil mein Vater mich angeschrien hat", sagte Falcon nach dem glücklichen Ende der Suche. "Nachdem ich ein bisschen gespielt habe, habe ich ein Nickerchen gemacht und dann bin ich aufgestanden, weil mir so langweilig war." Falcons Vater Richard entschuldigte sich bei dem Sechsjährigen und versicherte, dieser würde für sein Versteckspiel nicht bestraft.
Die Polizei hatte sich bei der Suche auf die Aussage eines Bruders des Sechsjährigen gestützt, der darauf beharrte, gesehen zu haben, wie der Kleine in den selbstgebastelten Ballon stieg. Die Einsatzkräfte hatten sich deshalb darauf vorbereitet, den Buben aus dem fliegenden Ballon zu retten. So wollte die Nationalgarde versuchen, mit einem Hubschrauber vom Typ Black Hawk einen Helfer abzuseilen. Der Hubschrauber war drei Stunden in der Luft - allein dies hat laut Polizei rund 13.800 Dollar (9.300 Euro) in der Stunde gekostet.
Falcons Vater gilt nach lokalen Medienberichten als Amateurwissenschaftler, der in seiner Freizeit nicht nur Heliumballons baut, sondern auch Stürme und Wetterphänomene studiert.












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