Di, 16. Oktober 2018

Paralympics-Hoffnung

08.03.2018 17:09

Salcher wieder auf „Mothls“ Goldspur unterwegs!

Salcher schreibt gerade im Rahmen seines Medien- und Kommunikationswissenschafts-Studiums an der Bachelor-Arbeit. Thema ist „Storytelling“. Dass der Behindertensportler starke Geschichten auf Lager hat, zeigte er schon vor vier Jahren bei den Paralympics in Sotschi. Damals holte der Kärntner das Speed-Double und Bronze im Riesentorlauf. Richtig bekannt wurde der Gailtaler vor allem durch Abfahrts-Gold. Vor vier Jahren hat Markus Salcher bei den Paralympics in Sotschi wie Matthias Mayer einige Wochen zuvor bei den Olympischen Spielen mit sechs Hundertstel Vorsprung gewonnen. Bei den Paralympics in Pyeongchang will er nun den Super-G-Coup seines Kärntner Landsmanns wiederholen!

Denn wie schon zuvor sein Kärntner Landsmann Matthias Mayer bei Olympia gewann der seit Geburt halbseitig gelähmte Salcher das Downhill-Spektakel auf der Piste in Rosa Chutor mit sechs Hundertstel Vorsprung. „Das war“, nickt Markus strahlend, „einfach ein Berg für uns Kärntner. Natürlich habe ich sehr von den Parallelen zu ‚Mothl‘ profitiert. Denn so ist mein Sieg groß in den Medien gewesen, hat sich mein Bekanntheitsgrad sehr gesteigert.“

Den jetzigen Super-G-Olympiasieg von Mayer sieht Salcher natürlich als gutes Omen: „Ich weiß zwar nicht, ob ich am Sonntag beim Super-G die 13 Hundertstel, mit denen er vor Feuz gewann, wieder exakt treffe. Aber ich werde es versuchen.“ Mayer lacht dazu: „Bei meiner Fanklub-Party im Sommer hat er gesagt, dass er erst einmal abwarten werde, was mir so bei den Spielen gelingen wird. Ich drücke natürlich jetzt für eine Wiederholung der Geschichte von Sotschi die Daumen und hoffe, dass Markus mit Übergepäck nach Hause kommt.“

Die Basis dafür hat Salcher, der im ersten Abfahrtstraining in Jeongseon gleich die Bestzeit hinlegte, mit viel harter Arbeit gelegt: „Ich habe seit Sotschi fünf Kilo Muskelmasse zugelegt. Das ist für die schnellen Disziplinen enorm wichtig. Und skitechnisch ist auch viel weitergegangen. Das war aber auch notwendig, weil auch der Behindertensport immer professioneller wird.“

Matthias Mödl, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Es geht ja doch
Özil: „Danke, DFB-Team! Wünsche euch viel Erfolg“
Fußball International
Dänemark - Österreich
Einige Änderungen: Bühne frei für neuen ÖFB-Anzug
Fußball International
Nach Polens Abstieg
Bayern-Star Lewandowski legt sich mit Trainer an
Fußball International
Wirbel um DFB-Torwart
„Kein Spielglück“ - Neuer wehrt sich gegen Kritik
Fußball International
Wer trägt Schleife?
Fodas Lächeln bei der brisanten Kapitäns-Frage
Fußball International
Nations League
Englands „Three Lions“ auf 3:2-Beutezug in Spanien
Fußball International
Deutsche Fußball-Krise
Rücktritt? Joachim Löw spricht jetzt Klartext!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.