Di, 25. September 2018

Nächster Parteiskandal

06.03.2018 17:08

Grüne auf Facebook: „Österreich, du Arsch!“

Mit Wortmeldungen wie dieser wird ein Comeback der Grünen nicht wirklich einfacher: Vor ihrem Abflug zu einem Malta-Urlaub richtet die Wiener Grün-Politikerin Negar L. Roubani auf Facebook unserem Heimatland aus, dass es „eine Woche Zeit hat, um eine nettere Version“ zu werden. Betitelt ist der Zweizeiler mit „Tschüss Österreich, du Arsch!“ Nach zahlreichen, teils heftigen Reaktion auf ihr Posting, erklärte Roubani, die sich auf ihrem Social-Media-Account auch gern als Wahlhelferin von Alexander van der Bellen zeigt, dann auf Facebook, sie könne „auch über etwas schimpfen, das ich liebe, fragt mal meinen Mann.“

Der nächste Vorfall in einer Serie von viel diskutierten Ausrastern grüner Politiker auf Social-Media-Plattformen: Nach Sigi Maurers Stinkefinger nach ihrem Abgang nach der Nationalratswahl und Albert Steinhausers Beschimpfung einer Ex-Parteifreundin kurz nach der Kärnten-Wahl (krone.at berichtete) liefert nun die nächste Politikerin der Grünen eine befremdliche Facebook-Aktion.

Die in Wien lebende Negar L. Roubani dürfte offenbar nicht wirklich mit der aktuellen politischen Situation in Österreich zufrieden sein und tippte kurz vor ihrem Abflug von Wien-Schwechat nach Malta dazu das in ihren Facebook-Account: „Tschüss Österreich, du Arsch. Du hast jetzt eine Woche Zeit eine nettere Version von dir selbst zu werden.“

Damit knüpft die Bezirksrätin aus Wien-Brigittenau an eine bereits bekannte Tradition der Wiener Grünen an: Die Jungen Grünen haben bekanntlich auch den Slogan „Nimm dein Flaggerl für dein Gaggerl“ propagiert – mit dieser Aktion sollte die Heimatliebe vieler Österreicher kritisiert werden.

Von der Parteiführung der Grünen kam bisher keine umfassende Stellungnahme zu diesem Posting von Negar L. Roubani. In der Tageszeitung „Heute“ wird nur ein namentlich nicht genannter Grüner zitiert: „Wir kommentieren keine Urlaubspostings.“

Roubani selbst legte jedenfalls mit einem weiteren Posting nach und schrieb am Dienstagvormittag: „Liebes Österreich, mit der Kärnten Wahl hast du schonmal gezeigt, dass du dich wieder in die richtige Richtung bewegst. Auch das Wetter wird schöner. Danke, dass du meine konstruktive Kritik ernst nimmst und schon dabei bist eine nettere Version von dir selbst zu werden. Du bist schon viel weniger Arsch.“

In einem weiteren Post wehrte sich Roubani dann am Dienstag gegen die teils heftigen Reaktionen auf ihre „Arsch“-Wortmeldung. „Ich kann auch über etwas schimpfen, das ich liebe, fragt mal meinen Mann“, erklärte die Grünen-Politikerin darin. Ihre Beschimpfung sei demnach eine „satirische Aussage“ gewesen, die sich auf die „klimatische und politische Wetterlage in Österreich“ bezogen habe, so Roubani. Sie will jetzt jedenfalls ihren Urlaub genießen und nicht mehr auf weitere Kommentare reagieren.

Richard Schmitt
Richard Schmitt

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