Massive Ausfälle

20.000 Haushalte im Norden Wiens waren ohne Strom

Wien
06.10.2009 09:29
Rund 20.000 Haushalte in den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt waren am Dienstag kurzzeitig ohne Strom, nachdem im Umspannwerk Stadlau ein Problem aufgetreten war. Ein durchgeschmorter Schalter (Bild) verursachte ein dreistündiges Blackout. Neben den Privatkunden wurde durch diese Panne auch der Frühverkehr massiv beeinträchtigt, weil Ampeln und teilweise auch Tunnelbeleuchtungen ausfielen. Gegen 8.30 Uhr wurde die Stromversorgung zum Großteil wieder hergestellt, die Situation beruhigte sich wieder.

Laut Wien Energie waren ab 7.07 Uhr rund zwei Prozent der Wiener Kunden ohne Strom, erst nach dreieinhalb Stunden war der Schaden fast gänzlich behoben. Schuld war eine kaputte Isolier-Trennung zwischen Kabeln. Dies sorgte für Rauchentwicklung und in der Folge für eine automatische Abschaltung. "Wien-Energie"-Sprecher
Christian Neubauer: "Ein Schalter schmorte durch – daher schaltete unser Sicherheitssystem das gesamte Werk ab." Bis 8.11 Uhr waren 50 Prozent der Ausfälle durch Umschaltungen wieder behoben, mehr als 90 Prozent waren ab 10.30 Uhr wieder voll versorgt.

Tunnelbeleuchtung fiel aus
Vor allem im Bereich des Hirschstettener- und des Stadlauer Tunnels kam es zu Verzögerungen. Nachdem die Innenbeleuchtung ausgefallen war, schalteten die Einfahrts-Ampeln automatisch auf Rot. In Richtung Stadt bildete sich ein Stau, der sich erst gegen 8.30 Uhr wieder auflöste, so der ÖAMTC. Laut Polizei mussten sieben Kreuzungen vorübergehend von Uniformierten geregelt werden. Bei den Wiener Linien fiel die Stromversorgung der Straßenbahnlinie 26 teilweise aus. Die Garnituren verkehrten nur zwischen Strebersdorf und U1/Kagran, Schienenersatzverkehr wurde keiner eingerichtet.

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