"Ist notwendig"

LH Hans Niessl will einheitliches Lehrerdienstrecht

Burgenland
05.10.2009 14:18
Landeshauptmann Hans Niessl kann sich ein bundesweit einheitliches Lehrerdienstrecht vorstellen, eine Änderung gegenüber dem Ist-Stand sei seiner Meinung nach jedenfalls notwendig. Jene Lehrer, die neu in den Schuldienst eintreten, sollten ein "neues, modernes Dienstrecht" bekommen. Gleichzeitig werde mit höheren Einstiegsgehältern auch eine "moderate Anhebung der Lehrverpflichtung" zu diskutieren sein.

Er habe kein Problem damit, dass man ein Dienstrecht ausverhandle, das dann österreichweit gelte. Er sei auch dafür, die Bezirksschulräte und Landesschulräte abzuschaffen und durch Bildungsdirektionen in den Ländern zu ersetzen. "All das ist verhandelbar", sagte Niessl.

Mehr Geld für Kinder und Klassen
Die Landeshauptleute hätten sich im Bildungsbereich bereits eindeutig positioniert, "dass wir selbstverständlich für Reformen sind, dass wir selbstverständlich im Verwaltungsbereich einsparen wollen". Das eingesparte Geld solle "bei den Kindern und in den Klassen verwendet werden."

Maximal 25 Schüler in den Klassen
Das Burgenland bezahle derzeit 60 Lehrer, "das ist aber nicht unsere Aufgabe." Man tue dies jedoch, weil es im Burgenland viele kleine Schulen gebe und man die Teilungszahl durchgängig auf 25 Schüler heruntergesetzt habe: Beim Bund sei dies ein Richtwert, im Burgenland jedoch ein Pflichtwert.

Niessl: Kleinere Klassen - höheres Bildungsniveau
"Wir haben das auch in das Gesetz geschrieben. Das heißt aber, dass wir auch Lehrer bezahlen müssen. Eine Aufgabe, die eigentlich nach der Aufgabenverteilung Bund - Länder - Gemeinden nicht den Ländern zufällt", sagte Niessl. Man mache dies jedoch, "weil wir der Meinung sind, dass kleinere Klassen auch zu einem höheren Bildungsniveau führen." Das Burgenland gebe pro Volksschulkind von allen Bundesländern das meiste Geld aus.

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