Grundlage für das Spray war die überraschende Entdeckung, dass es eine Verbindung zwischen Gedächtnis und dem Immunsystem gibt. Weil frühere Studien gezeigt hatten, dass die körpereigene Substanz Interleukin-6, die die Entzündungsreaktionen des Organismus reguliert, auch den Schlaf fördert (in dem bekannterweise Gedächtnisinhalte gefestigt werden), postulierten die Lübecker Forscher einen Einfluss auch auf die Erinnerung, und machten die Probe aufs Exempel.
Sie lasen 17 gesunden jungen Männern vor dem Schlafengehen zwei Kurzgeschichten (eine emotionelle und eine neutrale) vor und sprühten ihnen anschließend eine Lösung mit Interleukin-6 oder eine Placebo-Lösung in die Nase. Während des Schlafes wurde dann die Gehirnaktivität der Probanden überwacht.
Spray verbesserte Gedächtnisleistung
Am darauffolgenden Morgen mussten die Männer dann möglichst viele Wörter, an die sie sich erinnern konnten, niederschreiben. Es zeigte sich, dass jene Probanden, die Interleukin-6 erhalten hatten, sich besonders gut erinnern konnten – allerdings galt das nur für die emotionelle der beiden Kurzgeschichten. Hatte es sich um einen eher nüchternen Text gehandelt, konnten die Forscher allerdings keine signifikanten Unterschiede feststellen.
Symbolbild











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