13.02.2018 06:00 |

Gaffer-Alarm

Schaulustige stören jeden fünften Rettungseinsatz

300 Schaulustige bei einem tödlich geendeten Rettungseinsatz in der Wiener U-Bahn und Gaffer, die auf der A9 bei Übelbach in der Steiermark nach einer Karambolage für Behinderungen sorgen: zwei Meldungen alleine vom Wochenende, die das Gaffer-Problem verdeutlichen. Mittlerweile wird rund jeder fünfte Einsatz gestört.

Hab Anstand, halt Abstand – so lautet das Motto der Wiener Berufsrettung gegen das Gaffer-Problem. Man will an die Vernunft der Menschen appellieren, denn gerade in der Bundeshauptstadt werden bei Einsätzen immer öfter die Handys gezückt.

Zuletzt sorgten 300 Neugierige in der U1-Station Reumannplatz für massive Behinderungen. Der 71-jährige Patient starb nach einem Herzstillstand auf dem Weg ins Krankenhaus. Laut aktuellen Schätzungen kommt es bereits bei jedem fünften Einsatz "im freien Raum" zu Störaktionen durch Passanten.

Gaffer-Alarm auch auf der A9
Auch in der Steiermark gab es am Wochenende einmal mehr Gaffer-Alarm: Als auf der Pyhrnautobahn Pkw von einem Anhänger stürzten, sorgten auch hier wieder Schaulustige für massive Behinderungen.

Besonders dreist war auch ein Fall Anfang Februar in Oberösterreich, als ein halbes Dutzend Betrunkene (!) in Linz-Kleinmünchen einen Notarzt und sein Sanitäterteam bei der Behandlung eines verunglückten Familienvaters (35) und seines Babys irritierten.


Wie berichtet, setzt auch Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) auf Aufklärung und auch Strafen gegen Voyeure.

Gregor Brandl, Kronen Zeitung

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