Transfer-Schwindel

Wettmafia soll Spiel von Sofia manipuliert haben

Fußball
22.09.2009 15:40
Eine filmreife Transfer-Affäre sorgt derzeit in Bulgarien für Aufsehen. Laut Medienberichten könnte der gescheiterte Wechsel von vier Spielern des Salzburger Europa-League-Gegners Lewski Sofia zum russischen Verein Rubin Kasan auf das Konto der asiatischen Wettmafia gehen. Diese habe so verhindert, dass die Kicker am vergangenen Sonntag am Sofioter Derby teilnahmen, das der Stadtrivale ZSKA mit 2:0 gewann.

Mitte der vergangenen Woche war die Nachricht aufgetaucht, Champions-League-Starter Kasan zeige an den Lewski-Akteuren Schiwko Milanow, Ze Zoares, Youssef Rabeh und Darko Tasewski Interesse. Ein Russe, der im "geheimen" Auftrag des Kasan-Präsidenten gehandelt haben wollte, trat an das Lewski-Management heran und stellte fünf Millionen US-Dollar (3,38 Millionen Euro) in Aussicht.

Manager und Spieler brachen am Samstag schließlich zu einer Reise nach Moskau auf, wo die Spieler medizinischen Tests unterzogen wurden. Plötzlich aber war von fünf Millionen keine Rede mehr, anstelle der ursprünglich vereinbarten Sofortzahlung sollte das Geld nur in Raten überwiesen werden.

"Welche Bulgaren? Geht es euch gut?"
Lewski wurde stutzig und wendete sich an Rubin, wo man von einem Transfer nichts wusste. "Welche Bulgaren? Geht es euch gut?", soll Rubins Sportdirektor Muchsin Muchamadiew gefragt haben. Auch von einer von der UEFA genehmigten Verlängerung des Transferfensters wusste man von offizieller russischer Seite nichts. Der "Transfer" war geplatzt, eine fristgerechte Rückreise zum Derby aber nicht mehr möglich. Inzwischen hat sich sogar die "Nationale Agentur für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen" des Innenministeriums der Sache angenommen.

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