Bis zum Abend war zwar das Forum „gesäubert“, aber die Angelegenheit nicht bereinigt. Ein Zeuge marschierte noch am Freitag bei Sportdirektor Heinz Hochhauser auf und gab dort zu Protokoll: Die Spieler Ilic und Rakic, beide nicht im Kader für Rom, hätten in einem Wettlokal beim Salzburger Hauptbahnhof das Lazio-Tor freudig, die beiden Salzburger Treffer jedoch regungslos hingenommen. Worauf beide Kicker zum Rapport antreten mussten, weil das natürlich den Verdacht nahe legte, sie könnten gegen die eigene Mannschaft gewettet haben.
Ilic fehlt im Cup-Match
„Ilic hat zwar zugegeben, gewettet zu haben, jedoch nicht auf Lazio, Rakic bestreitet alles energisch“, sagte Hochhauser am Samstag. Beide Spieler haben ihm gegenüber dementiert, dass sie sich beim Lazio-Treffer gefreut hätten.
Als erste Reaktion wurde der 41-fache serbische Nationalspieler, der Sonntag im Cup gegen Grödig gespielt hätte, bis zur restlosen Klärung der Wett-Affäre suspendiert. Für Djordje Rakic hatte die Sache vorerst keine Konsequenzen.
Hochhauser klärt auf: „Es ist letztlich auch nicht die zentrale Frage, auf oder gegen wen jemand gewettet hat, und das werden wir auch nie erfahren. Aber wir wollen nicht, dass unsere Spieler wetten und haben das aus diesem Grund auch in die Verträge schreiben lassen.“ Dieser Passus gilt aber nur für Spiele in der österreichischen Liga…
Hochhauser: „Wird intern geklärt“
Am Sonntagnachmittag erklärte Hochauser: „Wir wollen aus einer Mücke keinen Elefanten machen. Es wird morgen noch intern abgeklärt und über mögliche Konsequenzen gesprochen. Ich habe die Spieler bereits darauf hingewiesen, dass wir das zukünftig nicht mehr wollen.“
W. M. Gran und V. Snobe (Kronen Zeitung) und krone.at
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