Rapid muss damit nach dem Auswärtstor vor dem Rückspiel zittern. Bereits nach neun Sekunden kam APOP-Stürmer Jose Semedo frei stehend an der Strafraumgrenze an den Ball, schoss aber vorbei. Nur wenige Minuten später hatte Semedo (4.) erneut die Führung auf dem Fuß, nachdem Serge Liri Hannes Eder düpiert hatte. Drei Meter vor dem Tor scheiterte er aber an seinen Nerven, der Ball sprang via Innenstange wieder aus dem Tor.
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Unsichere Rapid-Verteidigung
Die Wiener erholten sich erst nach etwa zehn Minuten. Vor allem Innenverteidiger Milan Jovanovic, der erstmals von Beginn an im Einsatz war, wirkte unsicher. APOP Kinyras Peyias war Rapid zwar unterlegen, die Mannschaft hat jedoch im Angriff durchaus Qualität. Kombiniert mit der schwächelnden Abwehr des SCR barg das Stoff für einige Hektik im Rapid-Strafraum. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste Rapid-Goalie Helge Payer zweimal mit spektakulären Paraden retten. Einen Schuss von Fangio Buyse hielt Payer stark, den Nachschuss von Tall Gora lenkte er ebenso spektakulär über das Tor.
Befreiendes 1:0 durch Maierhofer
Stefan Maierhofer, der in Hoffers Abwesenheit gemeinsam mit Nikica Jelavic den Rapid-Sturm bildete, hatte in der 25. Minute für die befreiende Führung gesorgt. Rapids umtriebiger Linksaußen Christopher Drazan hatte Jelavic eingesetzt, dessen Zuspiel brauchte Maierhofer nur mehr ins Tor zu schieben. Danach dominierten die Wiener die Gäste, nutzten aber ihre Chancen nicht. Jelavic (29.) lupfte über das Tor, ein Kopfball von Dober (42.) wurde von APOP-Tormann Michalis Fani pariert.
Nach dem Wechsel hatte Rapid das Spiel vorerst fest im Griff: Maierhofer setzte in der 46. Minute Markus Katzer ein, dessen Schuss hielt Fani jedoch sicher. Mit einem sehenswerten Pass in die Nahtstelle der Innenverteidigung setzte Steffen Hofmann in der 57. Minute Jelavic ein - dieser ließ sich die Chance auf das 2:0 nicht entgehen. Nach einem Hofmann-Freistoß (67.) kam Hannes Eder vor dem Tor an den Ball, sein Schuss landete aber an der Latte.
Schwerer Jovanovic-Patzer führt zum 1:2
Ein schwerer Patzer von Jovanovic eröffnete den Zyprioten in der 79. Minute alle Möglichkeiten für das Rückspiel. Semedo ließ den Neo-Rapidler stehen, stürmte alleine aufs Tor von Payer zu und ließ dem Rapid-Tormann keine Chance - 2:1. Ein Hofmann-Freistoß sprang in der 86. Minute von der Latte wieder zurück ins Feld.
Nicht nur das Ergebnis war enttäuschend, die Wiener stehen möglicherweise im kommenden Meisterschaftsspiel gegen Kärnten plötzlich ohne Stürmer da. Jelavic wurde in der 77. Minute ausgewechselt, nachdem er sich an den Oberschenkel gegriffen hatte. Hoffer ist in Neapel, Maierhofer gesperrt, auch die Ersatzleute Mario Konrad und Rene Gartler fehlen verletzt.
Meinungen zum Spiel:
Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wir haben es verabsäumt, das 3:0 nachzulegen. Mit diesem Gegentor ist unsere Ausgangsposition nicht so gut wie vor dem Rückspiel der vorigen Runde beim 5:0-Hinspielsieg gegen Schkodra. Aber wir können auch auswärts Tore machen. Wenn man so viele Torchancen nicht nützt, wird man bestraft."
George Polyviou (APOP-Trainer): "Wir haben unser Ziel erreicht, ein Auswärtstor zu erzielen. Wir haben gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft sind. Rapid hat jetzt noch immer die besseren Chancen auf den Aufstieg. Aber das Resultat ist auch gut für uns."
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