Hütters Nachfolger

Kovac bleibt als Trainer der Juniors in Salzburg

Fußball
16.06.2009 13:43
Kroatiens ehemaliger Teamkapitän Niko Kovac bleibt auch nach seiner aktiven Karriere Red Bull Salzburg erhalten: Der Mateschitz-Club gab am Dienstag bekannt, dass der 37-Jährige neuer Trainer der in der Ersten Liga engagierten Juniors wird, sein Vertrag in der Mozartstadt läuft bis Sommer 2011. Kovac hatte vor knapp drei Wochen seinen Rücktritt als Spieler erklärt.

Der 83-fache Internationale absolviert seit dem Frühjahr 2009 den Trainerlehrgang in Kroatien und hat bereits den UEFA-B-Schein. Kovac, der dem zu SCR Altach gewechselten Vorarlberger Adi Hütter als Coach nachfolgt, wird ab Mittwoch in enger Zusammenarbeit mit Gerald Baumgartner die Betreuung der RB Juniors leiten. Am Abend des 10. Juli wird der Kroate sein Abschiedsspiel bestreiten, wenn Meister Salzburg vor eigenem Publikum Bayern München empfängt.

Große Vorbilder
"Es ist für mich jetzt eine neue Sichtweise. Gestern alt, heute jung", meine Niko Kovac zu seiner neuen Aufgabe auf der Trainerbank. "Mein primäres Ziel ist es, erfolgreich zu sein. Aber nicht weniger wichtig ist für mich, die Jungs weiter zu entwickeln. Ich verlange absolute Disziplin, möchte Ordnung auf dem Platz und außerhalb haben", betonte der Kroate. Auf die Frage, von welchen Trainern er in seiner langen Laufbahn als Spieler am meisten mitgenommen habe, lautete seine Antwort: "Ottmar Hitzfeld, Giovanni Trapattoni und Huub Stevens - da wird man mich einordnen müssen."

Kovac sieht das Traineramt vorerst einmal als neue Herausforderung, aber keineswegs als neue Lebensaufgabe. "Es muss nicht ein Leben lang sein. Für mich ist es jetzt einmal ein guter Einstieg. Wenn ich mich da zurechtfinde und es mir gefällt, dann kann ich mir vorstellen, das länger zu machen", erklärte der 37-Jährige, der gestand nach seinem Rücktritt als Spieler "doch in ein Loch gefallen" zu sein. "Deshalb war es optimal für mich, so schnell wie möglich wieder ins Fußball-Geschäft einzusteigen."

Optimales Sprungbrett
Dass dies in Salzburg geklappt hat, freute auch Red-Bull-Sportdirektor Heinz Hochhauser. "Es war immer unser Bestreben, Niko Kovac an den Verein zu binden. Er wollte als Trainer arbeiten, deshalb haben wir ihm diese Möglichkeit gegeben", erläuterte der Oberösterreicher, der auch daran erinnerte, dass der Salzburger Club bisher ein optimales Sprungbrett für Betreuer-Neulinge gewesen ist. "Das ist ein hervorragender Einstieg ins Trainergeschäft, siehe Thorsten Fink, der in Basel angeheuert hat, und Adi Hütter, der jetzt in Altach Trainer ist."

Zu den Erwartungen an Kovac meinte Hochhauser: "Wenn er es schafft, jedes Jahr einen jungen Spieler in den Profikader zu bringen, dann bin ich zufrieden." Aus diesem Grund ist es auch nebensächlich, dass die Juniors laut aktuellen Liga-Reglement, am Saisonende zum Abstieg in die Regionalliga verdammt sind, weil es den Bundesligisten Salzburg und Austria Wien ab der Saison 2010/11 nicht mehr gestattet ist, mit ihren Nachwuchsteams in zweiten Leistungsstufe zu spielen. "Wir haben trotzdem den Ehrgeiz, uns auf einem Platz zu verabschieden, der uns sportlich die Berechtigung gäbe, in der Liga zu bleiben", verlangt Kovac hundertprozentigen Einsatz von seinen Spielern.

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