1:2 gegen Schweizer

Andi Herzog als U21-Teamchef weiter sieglos

Fußball
01.04.2009 11:03
Österreichs U21-Nationalteam hat am Dienstag beim letzten Auftritt im Rahmen des Vier-Nationen-Turniers in Wiener Neudorf eine 1:2-Niederlage gegen die Schweiz hinnehmen müssen. Beim zweiten Auftritt unter Neo-Trainer Andreas Herzog (im Bild mit Assist Heimo Pfeifenberger) tat sich Österreich gegen den nunmehr vorzeitigen Turniersieger vor allem in der ersten Hälfte schwer und konnte trotz einer guten Leistung nach der Pause das Ergebnis nicht mehr umdrehen.

Die drei Treffer fielen jeweils spät in den beiden Spielhälften: In der 44. Minute brachte Feltscher die Schweiz mit 1:0 in Führung, nach dem Ausgleich durch Margreitter (90.) verhinderte Gavranovic mit seinem Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit noch das wohl verdiente Remis. In der Tabelle ist Österreich mit 7 Punkten hinter der Schweiz noch Zweiter, Deutschland (6) und Italien (2) bestreiten aber noch zwei Duelle gegeneinander.

Starke Schweizer lange Zeit besser
Rot-Weiß-Rot konnte in der Partie gegen die Eidgenossen nicht an die gute erste Hälfte des ersten Spiels der Ära Herzog am vergangenen Mittwoch gegen Italien (2:2) anschließen. Von den aktiveren Schweizern unter Druck gesetzt, präsentierte sich vor allem die Hintermannschaft mehrmals als fehleranfällig, der Spielaufbau - Kärntens Marc Sand agierte neuerlich als einzige Spitze - gehorchte vor allem dem Zufall.

Verwirrung in ÖFB-Abwehr
Torchancen blieben für die ÖFB-Truppe denn auch Mangelware, umso öfter sorgten die Schweizer für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Riesenglück hatte Österreich in der 22. Minute: Nach einem Missverständnis zwischen Wallner und Goalie Schober rollte der Ball bereits auf das leere Tor zu, Wallner konnte schließlich aber noch auf der Linie klären, sein Abwehrschlag in höchster Not prallte von der Stange zurück ins Feld. Nur drei Minuten später klopfte der Ball an Österreichs Latte an. In der 44. Minute schließlich erzielte Feltscher per Volley schließlich die Führung für die Schweizer.

Österreicher werden in Durchgang zwei stärker
Nach dem Seitenwechsel - in der Innenverteidigung kam Copier für Wallner, im Mittelfeld ersetzte Koch Burgstaller - änderte sich das Bild aber deutlich. Kapitän Julian Baumgartlinger und Co. gaben mit schnellen Kombinationen das Tempo vor, in der Defensive zeigte man sich konsequent. Prompt fand die Herzog-Truppe durch Bukva (Volley, 55.) eine gute bzw. durch Lindner, Koch und Baumgartlinger in der 58. Minute eine Triple-Chance vor.

Glück und Pech in Schlussminuten
Nach rund einer Stunde stellte Herzog um, mit Lindner (ab der 53. Minute für Sand) und Nuhiu (ab der 63. Minute) stürmte nun ein Duo. Österreich hielt das hohe Tempo aufrecht, die Schweiz musste mit wenigen Ausnahmen in die Defensiv-Rolle schlüpfen. Als Schweiz-Goalie Fickentscher nach einem hohen Schuss von Abwehrchef Margreitter mit dem Ball in der Hand hinter der Linie aufkam (90.), war zwar das 1:1 perfekt, nicht aber das Remis für die Österreicher: Denn Gavranovic stellte in der 94. Minute nach einem Konter den Sieg für die Eidgenossen sicher.

Österreich - Schweiz 1:2 (0:1)
Wr. Neudorf, 800, SR Nicola Pierpaoli/Italien
Tore: Margreitter (90.); Feltscher (44.), Gavranovic (94.)

Österreich spielte mit: Schober - Piermayr (65. Seidl), Wallner (46. Copier), Margreitter, Mattes - Bukva (85. Gruberbauer), Baumgartlinger, lsanker (63. Nuhiu), Kavlak, Burgstaller (46. Koch) - Sand (53. Lindner)

Andreas Herzog über das Spiel: "Die erste Hälfte war sehr schlecht, die Schweizer haben drei oder vier Mal an die Latte geschossen, da hätte es in der Halbzeit schon böse ausschauen können. In der zweiten Hälfte waren wir aber die bessere Mannschaft. Der Ausgleich war etwas glücklich, aber auch verdient. Dass so etwas nicht passieren soll ist klar. Aber mir ist lieber jetzt, als in der Qualifikation."

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