Beide Teams hatten verletzungs- bzw. krankheitsbedingt wesentliche Ausfälle hinnehmen müssen. Österreich musste unter anderem ohne Janko, Manninger, Garics, Fuchs, Säumel, Ibertsberger und Leitgeb auskommen, bei den Rumänen fehlten die Superstars Chivu und Mutu. Constantini zauberte ähnlich wie bei seiner ersten Kaderbekanntgabe (ohne Ivanschitz und Stranzl) auch bei seiner ersten Startelf einige Überraschungen aus dem Ärmel, so ließ er etwa Ortlechner sowie die beiden Debütanten Pehlivan und Beichler beginnen.
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Österreichs im Schnitt nicht einmal 24 Jahre alte Startformation hatte zusammen gerade einmal 100 Länderspiel-Einsätze zu bieten, die Rumänen mehr als viermal so viele (409). Doch nicht nur die völlig neu zusammengewürfelte ÖFB-Auswahl brauchte einige Zeit, um die Anfangsnervosität abzuschütteln und etwas Linie ins Spiel zu bekommen. Wie aus dem Nichts ging es dann aber Mitte der ersten Spielhälfte Schlag auf Schlag.
Fataler Patzer von Gspurning
Die Führung der Gäste resultierte aus einem kapitalen Schnitzer von Österreich-Tormann Gspurning. Der Xanthi-Schlussmann traf bei einem Rettungsversuch außerhalb des Strafraums den Ball nicht richtig und servierte die Kugel Tanase vor die Füße, dieser musste das Leder nur noch ins leere Tor schießen (24.). Der Ärger von Gspurning und Constantini war noch nicht verflogen, da stand es schon 1:1.
Ausgleich im Gegenzug
Im Gegenzug landete ein Tamas-Kopfball bei Hoffer, der in den vergangenen Wochen in Hochform agierende Rapid-Stürmer setzte sich gegen Rat und Goian durch und schoss eiskalt flach ins linke Eck ein (25.). Für den Rapidler war es im zehnten Ländermatch der erste Treffer. Nach dem spektakulären Intermezzo schlief die Partie wieder ein, bei einem Schuss von Marica durfte Gspurning wieder etwas Selbstvertrauen tanken (37.). Kurz vor der Pause hatte dann aber noch Hoffer seinen zweiten großen Auftritt. Nach einem Missverständnis zwischen Tamas und Radoi landete der Ball bei Hoffer und dieser zog allein auf Lobont zu und verwandelte flach ins rechte Eck (44.).
Spielerisch blieb die Partie auch nach dem Wechsel auf bescheidenem Niveau, doch Österreich fightete angeführt von Neo-Kapitän Pogatetz und Scharner um jeden Ball und verteidigte die knappe Führung relativ sicher. Gspurning parierte einen Freistoß von Tamas (59.), auf der Gegenseite zeichnete sich Lobont bei einem Scharner-Freistoß aus (62.). Sekunden später verpasste Scharner nach Beichler-Flanke per Kopf aus kurzer Distanz nur ganz knapp den dritten ÖFB-Treffer (63.).
ÖFB-Elf übersteht Powerplay
In den letzten 20 Minuten drückten die Rumänen noch einmal ordentlich aufs Tempo. Prödl warf sich gerade noch in den Schuss von Cocis (72.) und Gspurning rettete mit guten Paraden gegen Tanase (73.) und Cocis (75.). Die Rumänen zogen ein wahres Powerplay auf, Österreich konnte sich kaum mehr aus der Umklammerung befreien, brachte den Vorsprung aber mit Kampf und Glück über die Zeit. In der 90. Minute scheiterte Tamas noch zweimal, zunächst mit einem Freistoß an Gspurning und dann per Volley über das Tor.
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