Mi, 12. Dezember 2018

"Massenküsserei"

15.02.2009 17:44

"Kiss-In"-Aktion gegen Diskriminierung

Touristen hat sich am Samstagnachmittag in der Innenstadt ein außergewöhnliches Bild geboten: Anlässlich des Valentinstages lud die Homosexuellen-Organisation von Amnesty International "LGBT-Rechte" (Lesbian Gay Bisexual Transgender) zu einem "Kiss-In". Ziel der "Massenküsserei" in unmittelbarer Nähe zum Stephansdom war es, ein Zeichen gegen die Diskriminierung Homosexueller zu setzen. Etwa 15 Paare beteiligten sich an der Aktion und küssten kurz nach 14 Uhr auf Kommando drauflos. Auf die aktuelle Kirchenkrise wurde nicht direkt eingegangen.

Die Aktivisten von LGBT verteilten Infomaterial an interessierte Passanten und luden sie ein, beim "Kiss-In" mitzumachen. "Liebe ist kein Verbrechen", hieß es auf einem Transparent, womit man auf Menschenrechtsverletzungen aufgrund der sexuellen Orientierung aufmerksam machen wollte, erklärte Martin Baumgartner von LGBT.

Brisanz durch Wagner-Aussage
Besondere Brisanz hatte die Veranstaltung durch die jüngsten Aussagen des zum Weihbischof in Linz ernannten Gerhard Maria Wagner, Homosexualität sei heilbar, erhalten. Bei der Veranstaltung von Amnesty International war allerdings nicht direkt auf die Aussagen österreichischer Geistlicher zur Homosexualität eingegangen worden.

Am Abend (20 Uhr) ist ein Segnungsgottesdienst im Stephansdom anlässlich des Valentinstags angesetzt. Die kirchlichen Feiern zum Valentinstag waren von Homosexuellen in den vergangenen Jahren mehrmals als Anlass genommen worden, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

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