Der Ex-GP-Pilot genießt derzeit das Leben, auch mit Skifahren. "Es kann sein, dass sich irgendwann in Richtung Formel 1 etwas entwickelt, aber momentan ist nichts am Tisch", sagte Berger .
Auch nach dem Verkauf seines Toro-Rosso-Anteils an Mateschitz bleibt Berger mit dem Rennstall in Verbindung und betreut mit seiner Spedition weiterhin die logistischen Aufgaben. Der Ex-Rennfahrer hatte in den vergangenen zwei Jahren aus dem ehemaligen Nachzügler-Team Minardi das erfolgreiche Toro-Rosso-Team geformt. In der vergangenen Saison hatten sich die Italiener als Sechster der Konstrukteurs-WM sogar vor dem Schwesternteam Red Bull Racing klassiert. Zudem holte der Deutsche Sebastian Vettel in Monza den ersten Sieg in der Königsklasse.
"Ein logischer Prozess"
Das neue Reglement ließe für Toro Rosso kaum Raum für weitere Fortschritte zu. Daher sei die Entscheidung zum Rückverkauf an seinen Freund und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz ein logischer Prozess gewesen. "Didis Hauptaugenmerk muss sich mehr auf Red Bull Racing richten. Daher wird die Unterstützung für Toro Rosso nicht mehr in diesem Maße vorhanden sein, um weiter nach oben zu kommen", sagte Berger.
Mateschitz dankt Berger für Input
Gemeinsam hatten die beiden Unternehmer mit Toro Rosso allerdings eine Erfolgsgeschichte geschrieben und mit Vettel auch einen Shooting-Star hervorgebracht, der kommende Saison im Einserteam von Red Bull fahren wird. "Ich bin Gerhard sehr dankbar für seinen enormen Input", erklärte Mateschitz. "Zusammen haben wir Toro Rosso zu einem Team gemacht, das sich ab 2008 regelmäßig in den Top Ten qualifizierte und WM-Punkte sammelte."
Derzeit kommen zahlreiche Teile des Ferrari-betriebenen Toro Rosso von der Firma Red Bull Technologies, die auch das Einserteam versorgt. Wegen des strengen Reglements, wonach Kundenautos nicht erlaubt sind, hatte Mateschitz aber bereits in der Vergangenheit überlegt, seinen zweiten Rennstall zu verkaufen. "Dazu hat er nun wieder alle Möglichkeiten, er kann alleine entscheiden. Das macht ihm die Sache sicherlich leichter", sagte Berger.
Im Regulativ sei auch einer der Gründe für seinen Rückzug zu suchen. "Es ist unter diesen Umständen schwer, vom sechsten Platz aus besser zu werden. Und zurück gehe ich nicht, das entspricht nicht meinem Naturell", betonte Berger.
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