Mo, 20. August 2018

Air-Race-Finale

29.10.2008 12:23

Hannes Arch greift nach dem Titel

Am Sonntag findet in der australischen Stadt Perth der große Showdown der "Formel 1 der Lüfte" statt. Topfavorit im letzten Rennen der "Red Bull Air Race World Series" ist überraschend der Österreicher Hannes Arch, der in seiner erst zweiten Saison den Titel in dieser einzigartigen Flugsport-Serie gewinnen kann und erster europäischer Champion wäre.

Zwölf Piloten beteiligen sich am Air Race 2008, aber nur noch Arch und der Brite Paul Bonhomme haben nach den Bewerben in Abu Dhabi, San Diego, Detroit, Rotterdam, London, Budapest und Porto noch Chancen auf den Titel. Zumindest auf dem Papier. Denn der als Außenseiter in die Saison gestartete Arch könnte schon vorzeitig erstmals Champion sein. Kommt er am Samstag in der Qualifikation in unter die besten acht, ist ihm am Finaltag der Titel nicht mehr zu nehmen.

Zu verdanken hat dies der 41-jährige Sportler aus Trofaiach in der Obersteiermark vor allem seiner Professionalität. Im Vorjahr als "Rookie" noch chancenlos, schnürte er über den Winter ein perfektes Paket, nahm 15 Kilo ab und wurde mit seiner neuen und 350 PS starken Edge 540 bereits beim Auftakt im April in Abu Dhabi Zweiter. Arch damals: "Ich habe im ersten Jahr Erfahrung getankt und danach meine Hausaufgaben besser gemacht als die anderen!"

Konstante Leistungen
Konstanz - nie schlechter als Vierter - und ein starkes Finish mit den ersten Siegen in Budapest und Porto führten dazu, dass Arch mit einer 54:45-Führung auf Bonhomme zum Finale kommt, obwohl er an Siegen mit 2:3 im Hintertreffen liegt. Bei neun Zählern für den Sieg kann Arch den Titel nur noch verlieren, wenn er ohne Punkt bleibt und Bonhomme gewinnt.

Medien-Hype um Arch
Perth wird am Wochenende jedenfalls Kopf stehen. 300.000 Zuschauer werden am Swan River erwartet. Das Finale wird nicht nur im TV, sondern auch erstmals live im Internet übertragen. Naturliebhaber Arch selbst avancierte zuletzt zum Medienliebling. Er war nicht nur Gast beim Pro-7-Entertainer Stefan Raab, sondern musste alleine in Australien an die 30 Medien-Termine absolvieren.

"Ein Fehler und du bist tot"
Arch ist aber bewusst, dass er den Titel noch nicht in der Tasche hat: "Ich muss den Gedanken an den Erfolg wegschieben, mich ganz auf meinen Job konzentrieren. Der Druck ist trotzdem groß", warnte er sich selbst. Der Verlust des WM-Titels wäre noch das geringste Problem eines Konzentrationsfehlers in dieser actionreichen und globalen Extremsportart, bei der die Piloten knapp über dem Erdboden mit 400 km/h zentimetergenau durch 20 Meter hohen Pylonen rasen. Arch: "Dieser Sport ist so gefährlich wie der Pilot selbst. Ein Fehler und du bist tot."

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