Di, 14. August 2018

Integrations-Paket

21.10.2008 18:01

Zuwanderer müssen sich klar zu Wien bekennen

"Multikulti" war gestern, jetzt werden Zuwanderer, die bei uns leben wollen, in die Pflicht genommen. Mit der Aktion "StartWien" beginnt im November ein Fünf-Punkte-Programm zur Integration. Das Erlernen der deutschen Sprache ist damit unabdingbar. Und: "Rechtsgültig Verurteilte sind abzuschieben", betont Bürgermeister Häupl.

Wiens Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger geht mit dem Fünf-Punkte-Programm einen neuen Weg:

  • Gut ausgebildete Einwanderer - das sind immerhin etwa zwei Drittel - erhalten gezielt berufliche Förderungen.
  • Wien sagt Ja zur Zuwanderung und verlangt im Gegenzug ein Ja zu Wien und ein Ja zu Österreichs Gesetzen.
  • Wer ins Land will, wird schon bei der Einwanderungsbehörde abgeholt und mehrere Monate von Spezialisten begleitet. Weiterbildung ist Pflicht und muss auch nachgewiesen werden.
  • Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Das gilt auch für schon länger in Wien lebende Ausländer, insbesondere Frauen, die nicht in den Arbeitsprozess eingebunden sind.
  • Als Beistand werden auch ausländische Vereine und Medien mitwirken. "Wer hier leben will, muss unsere Mentalität akzeptieren und verstehen lernen, wie der Wiener tickt", sagt Frauenberger.

"Wir geben Hilfe, pochen aber ebenso auf die Pflichten", so Stadtchef Häupl: "Da sagen wir klar, dass unsere Rechtsordnung - von der Schulpflicht bis zu den Frauenrechten - nicht verhandelbar ist. Und einen Ehrenmord gibt es schon gar nicht. Mord ist Mord."

von Peter Strasser, Kronen Zeitung

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