Di, 21. August 2018

Kreuz am Haken

14.10.2008 10:54

Turmkreuz am Stephansdom erfolgreich montiert

Eine Heimkehr mit Hindernissen: So könnte man die Montage des renovierten Turmkreuzes auf der Spitze des Wiener Stephansdoms bezeichnen. Immer wieder verzögerten Nebel und Wind am Montagvormittag den Einsatz des Hubschraubers, der das rund 200 Kilogramm schwere Schmuckwerk nach seiner Generalsanierung wieder zurück auf das 137 Meter hohe Wahrzeichen setzen sollte. Kurz vor 12.00 Uhr - und somit rund fünf Stunden später als geplant - konnte die Bekrönung dann doch ordnungsgemäß platziert werden.

Ursprünglich war vorgesehen, das drei Meter hohe, gänzlich vergoldete Kreuz aus dem Jahre 1864 bereits um 7.00 Uhr zu befestigen, um Massenaufläufe zu vermeiden, wie Dombaumeister Wolfgang Zehetner erklärte. Der morgendliche Nebel machte den notwendigen Helikopterflug vorerst aber unmöglich. Erst im Laufe des Vormittags begann sich der Himmel zusehends zu lichten - womöglich auch dank eines Stoßgebetes des Dompfarrers Toni Faber, der sich ebenfalls unter den Schaulustigen befand.

Zusätzliche Genehmigung notwendig
Zusätzlich musste die behördliche Genehmigung für die spektakuläre Aktion ausgeweitet werden. Sie war laut Zehetner ursprünglich nur bis 9.00 Uhr erteilt worden, worauf kurzfristig überhaupt fraglich war, ob die Montage noch am heutigen Tag erfolgen kann. Die zuständige Magistratsabteilung gab letztlich aber doch grünes Licht.

Um 11.30 Uhr schließlich landete ein Hubschrauber der "Christophorus"-Flotte zwischen Dom und dem unweit davon liegenden Curhaus. Das in einer Behelfskonstruktion fixierte Kreuz samt darunterliegender Turmkugel wurden mittels Seil an dem Helikopter befestigt und angehoben. Der erste Versuch, die Turmbekrönung an der Spitze des Südturms zu befestigen, schlug allerdings fehl - vermutlich wegen zu starken Windes. Erst nach einer erneuten Landung klappte es dann gegen 12.00 Uhr doch, was von den -  mittlerweile einigermaßen durchfrorenen - Schaulustigen kräftig beklatscht wurde.

Die Rückkehr des Schmuckwerks an seinen angestammten Platz bildet gleichzeitig den Abschluss der zweijährigen Sanierungsarbeiten am Südturm. Traditionsgemäß wurden in die neue Turmkugel wieder für die Gegenwart typische Alltagsgegenstände gelegt. Neben Tageszeitungen und einer Aufnahme des Neujahrskonzerts 2008 sollen auch eine Kreditkarte und ein Handy dort aufbewahrt werden. Bevor das Kreuz heute in luftige Höhen entschwebte, war es nach seiner Segnung durch Kardinal Christoph Schönborn am Donnerstag vier Tage lang im Stephansdom ausgestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Wien
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.