Di, 21. August 2018

Hiobsbotschaft

13.10.2008 15:49

Gas wird in Wien und NÖ über 20 Prozent teurer!

Hiobsbotschaft vor dem Winter für Wien und Niederösterreich: Die EnergieAllianz (EEA) steigert ihre Preise bei Strom und Gas drastisch. Die Wiener müssen ab 15. November um 21 Prozent mehr für ihr Gas zahlen, Niederösterreicher bereits ab 1. November sogar um 28 Prozent mehr!

Auch Strom wird empfindlich teurer: In Wien um acht Prozent, in Niederösterreich um 10 Prozent, gab die EAA am Freitag bekannt. Im Burgenland gilt zwar noch bis 21. Dezember eine Preisgarantie für Strom, Anpassungen seien ab 1. Jänner zu erwarten.

Begründet wurde dieser Schritt mit der "dramatischen Preisentwicklung" der vergangenen Monate auf den internationalen Energiemärkten. Nachdem eine Änderung dieser Entwicklung nicht absehbar sei, sei die Preisanpassung "betriebswirtschaftlich unumgänglich", hieß es in einer Aussendung des Unternehmens.

Auch Fernwärme wird in Wien teurer
Auch die Wien Energie Fernwärme hat am 10. Oktober eine Preiserhöhung per 15. November bekannt gegeben: Für einen durchschnittlichen Wiener Haushalt ergeben sich dadurch Mehrkosten von monatlich 6,9 Prozent bzw. 2,13 Euro. Begründet wird dieser Schritt mit der Preisentwicklung an den internationalen Energiemärkten, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

Der Arbeitspreis pro gelieferter Megawattstunde (MWh) für Haushaltskunden wird von derzeit 26,5255 Euro pro MWh auf 30,8583 Euro pro MWh erhöht. Der Grundpreis von 0,2543 Euro pro Quadratmeter ist von der Preisanpassung nicht betroffen.

Strom wird auch im Burgenland teurer
Im Burgenland gilt bis 31. Dezember 2008 eine Strompreisgarantie. Die "erforderlichen Anpassungen" werden laut EAA ab dem 1. Jänner 2009 vorgenommen. In welcher Höhe dies passieren werde, stehe noch nicht fest. Über die Preiserhöhung für Gas im Burgenland wurde noch nicht entschieden, hieß es seitens der EAA.

Gas dürfte auch in Vorarlberg teurer werden
In absehbarer Zeit wird Gas wohl auch für die Kunden der Vorarlberger Erdgas Gesellschaft (VEG) teurer werden. VEG-Geschäftsführer Erwin Kopf wollte sich am Freitag zwar nicht dementsprechend äußern, merkte angesichts der drastischen Erhöhungen in Wien und Niederösterreich aber an: "Wir sind nicht vom Markt abgekoppelt". Eine Entscheidung über eine allfällige Preissteigerung soll in einer Aufsichtsratssitzung am 28. Oktober fallen.

Ursprünglich hätte die Sitzung am 13. Oktober stattfinden sollen. "Wir wollen aber so lange wie möglich zuwarten und die Entwicklung des Ölpreises beobachten", erklärte Kopf. Entscheide man am 28. Oktober, so ergebe dies bezüglich einer allfälligen Verständigung der Kunden noch keine Nachteile. Zur Gestaltung des Gaspreises sagte Kopf lediglich, die Beratungen seien "offen".

Keine Erhöhung in Salzburg und Kärnten
In Salzburg gibt es vorerst keine Erhöhungen bei den Energiepreisen. "Der Gaspreis wurde erst mit 1. Oktober angehoben", sagte Sigi Kämmerer, der Sprecher der Salzburg AG. Eine weitere Erhöhung sei derzeit nicht geplant. Beim Strom werde allen Tarifkunden (private Haushalte, Kleingewerbe) der aktuellen Strompreis bis zur Jahresmitte 2009 garantiert. Gas wurde Anfang dieses Monats in Salzburg um 0,40 Cent pro Kilowattstunde netto teurer.

Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 10.000 kWh Jahresverbrauch sollen dadurch die Gesamtkosten um rund vier Euro pro Monat brutto bzw. um rund 7,5 Prozent steigen. Die Strompreisgarantie begründete Kämmerer mit dem Vorteil der Eigenproduktion aus heimischer Wasserkraft sowie rechtzeitiger, günstiger Beschaffung. Auch beim Kärntner Energieversorger Kelag ist eine Preiserhöhung vor Jahresende kein Thema.

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