Cheftrainer staunte

Im Blindflug mit 115 km/h zum Abfahrtstriumph

Wintersport
14.01.2026 16:08

Schon beim dritten Tor fiel beim Paraski-Weltcup in Saalbach bei der zweiten Abfahrt die Funkverbindung zwischen Guide Nico Haberl und Johannes Aigner aus. Und trotzdem fuhr „Hansi“, der sowieso nur acht Prozent Sehvermögen hat, quasi im absoluten Blindflug mit 115 km/h zum Sieg. Wie schon am Dienstag triumphierte auch seine Schwester Veronika mit Guide Elisabeth Aigner. 

Das war ein Husarenritt von Johannes Aigner und Nico Haberl. Aigner erklärte im Ziel: „Das ist uns das erste Mal passiert, es war schon blöd. Gott sei Dank haben wir so ein Szenario schon das ein oder andere Mal im Training durchgespielt, deshalb haben wir in der Situation auch richtig reagiert. Wir haben geschaut, dass wir den Abstand zwischen uns so gering wie möglich halten, damit ich Nico mit seinem pinken Leiberl und seine Linie besser sehe. Zusätzlich drehte sich Nico öfter um und schaute, wie ich unterwegs bin. So konnte er die Geschwindigkeit entweder erhöhen oder verringern. Geholfen hat uns auch, dass wir die Strecke vom Training und von der ersten Abfahrt schon sehr gut gekannt haben.“

„Das war wirklich sensationell“
Unglaublich, aber wahr: Am Ende gewann Aigner 1,28 Sekunden vor dem Italiener Giacomo Bertagnolli. Cheftrainer Manfred Widauer verneigte sich: „Das war wirklich eine sensationelle Leistung von Johannes und Nico, der seinen Job überragend erledigt hat. Die Piste war kompakt und eisig. Und trotzdem waren sie noch einmal eine Sekunde schneller als am Dienstag.“

Veronika Aigner gewann auch die zweite Abfahrt beim Paraski-Weltcup in Saalbach.
Veronika Aigner gewann auch die zweite Abfahrt beim Paraski-Weltcup in Saalbach.(Bild: Ski Austria/ CLEMENS DERGANC)

Jammern auf hohem Niveau
Einmal mehr in einer eigenen Liga fuhren Veronika Aigner und Guide Elisabeth Aigner. Die schnellsten Schwestern des Paraski-Weltcups gewannen 3,12 Sekunden vor der Südkoreanerin Sara Choi und deren Guide. Dabei war „Vroni“ im Ziel gar nicht so zufrieden gewesen: „Ich habe mir beim Besichtigen mein Knie etwas beleidigt, das habe ich am Start und auch während dem Rennen noch ziemlich gespürt. Ich hatte auch ziemlichen Respekt vor der Piste, Dienstag wäre ich bei drei Passagen fast gestürzt. Das auszublenden, ist mir nicht so gut gelungen. Die Kombination aus diesen beiden Sachen hat es nicht leicht gemacht. Aber wir sind trotzdem vorne geblieben, das ist schon cool. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.“

Nico Pajantschitsch belegte den starken vierten Platz.
Nico Pajantschitsch belegte den starken vierten Platz.(Bild: Ski Austria/ CLEMENS DERGANC)

Bestes Resultat seit drei Jahren
Sein bestes Resultat seit drei Jahren holte Nico Pajantschitsch in der stehenden Klasse mit Platz vier. Der Kärntner strahlte: „Es war nicht leicht, die Verhältnisse waren härter als am Dienstag. Ich habe mich aber super drauf eingestellt und mir ist die Fahrt richtig gut gelungen. Es hat sich die Saison schon abgezeichnet, ich fühle mich richtig wohl.“ Widauer lobte: „Das war eine richtig gute Leistung. Nico war noch einmal viel schneller als am Dienstag.“

Freitag und Samstag folgen auf der Zwölferkogel-Strecke noch zwei Super-G-Rennen. Auch dann sind Veronika und Johannes Aigner wieder Topfavoriten.

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