Mo, 22. Oktober 2018

Wunder im Urlaub

15.08.2008 20:08

Österreicher überleben Crash mit acht Toten

"Es ist ein Wunder", atmet Michael H., Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Salzburg, durch. Auf dem Heimweg vom Italien-Urlaub wurde das Wohnmobil seiner Familie von einem Lastwagen gerammt, der ein Inferno auslöste. Acht Menschen starben. "Wir sind die einzigen Überlebenden…"

Die Bilder des Unfalls treiben einem den kalten Schauer über den Rücken: Aus heiterem Himmel scherte am vergangenen Freitag auf der A4 bei Cessalto ein Lastwagen von der rechten auf die linke Fahrspur aus und drückt ein Wohnmobil auf der Überholspur mit voller Wucht gegen die Leitschiene.

Während der Campingwagen völlig demoliert auf der Seite zum Liegen kommt, rammt der Schwertransporter, dessen Fahrer vermutlich eingeschlafen war, auf der Gegenfahrbahn fünf weitere Fahrzeuge und explodiert. Acht Menschen sterben bei dem Horror-Unfall. Wie durch ein Wunder steigen jedoch jene vier Österreicher, die sich im Wohnmobil befunden haben, fast unverletzt aus dem Ferienwagen.

"Alle standen unter Schock"
14 Tage waren Michael H., seine Frau Andrea und ihre Kinder Elisabeth (14) und Maximilian (11) in Italien unterwegs. Das Unglück passierte auf der Heimreise. "Ich überholte den Lkw, plötzlich rammte er mich von der Seite." H. versuchte noch, sein schlitterndes Fahrzeug unter Kontrolle zu bringen, dann kippte es zur Seite. "Ich versuchte gleich, meine Familie aus dem Wrack zu holen. Alle standen unter Schock. Aber es ging uns soweit gut." Ein Vorarlberger, der Zeuge des Unfalls wurde, leistete Erste Hilfe: "Dafür bin ich sehr dankbar", meint Michael H.

Stundenlang neben der Autobahn ausgeharrt
Über die Ignoranz mancher italienischer Autofahrer ärgert er sich hingegen heute noch. Stundenlang musste die Familie neben der Autobahn ausharren, ehe sie die Heimreise mit dem Zug antreten konnte. Das völlig zerstörte Wohnmobil wurde zurückgelassen. "In Salzburg bekamen wir psychologische Betreuung", erholte sich Familie H. in den trauten vier Wänden von dem Schrecken. "Aber so schnell vergisst man das alles nicht…"

von Max Grill, Kronen Zeitung

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