Damit blieben die Mozartstädter auch im neunten Oberhaus-Match gegen Altach ungeschlagen. Bei drei Remis hat man sechs Siege und 21:4 Tore zu Buche stehen. Altach ist mittlerweile sieben Runden sieglos, Salzburg fünf Liga-Partien ungeschlagen.
Die Rollen waren vor Anpfiff auf dem Papier glasklar verteilt. Die Salzburger Offensivmaschinerie hatte in den ersten drei Saisonpartien gegen Mattersburg (6:0), Rapid (2:2) und Bananz Eriwan (7:0) phasenweise begeisternd aufgespielt und 15 Treffer erzielt. Zudem hatte man die jüngsten zwei Heimpartien gegen Altach 4:1 und 4:0 gewonnen. Auf der anderen Seite waren die Vorarlberger mit zwei glatten Niederlagen gegen Ried (0:3) und den LASK (1:3) in die Saison gestartet. Auch ohne Janko, beim Leader der Torschützenliste wollte man nach der Oberschenkelzerrung kein Risiko eingehen, und Ngwat-Mahop (gesperrt) schien nur die Höhe des Heimerfolgs zur Debatte zu stehen.
Gäste aus Altach anfangs ein harter Brocken
Doch auf dem Rasen sah die Angelegenheit anders aus, Altach war ein harter Brocken. Aufhauser fabrizierte beinahe per Kopf ein Eigentor (3./Außennetz), Mimm traf per Kopf die Latte (3.) und Mattle verhaute vom Fünfer (7.). Salzburg war effizienter, nach einem von Ribeiro auf der Linie geklärten Tchoyi-Kopfball (8.) saß bereits die zweite Chance, Nelisse traf nach Bodnar-Flanke aus kurzer Distanz unter die Latte (11.). Nur fünf Minuten später hatten die Hausherren die große Chance auf das zweite Tor, Mimm riss im eigenen Strafraum Öbster zurück und verschuldete damit einen Elfmeter. Doch Zickler scheiterte mit seinem zu schwachen Schuss ins linke Eck an Krassnitzer (16.).
Zickler verschoss Elfer und verletzte sich
Für Zickler war es bereits der dritte verschossene Liga-Elfer en suite, in der vergangenen Saison hatte er zuletzt gegen Payer (Rapid) und Safar (Austria) den Kürzeren gezogen. Für den amtierenden Torschützenkönig Zickler, der nach wie vor auf den ersten Liga-Treffer der Saison wartet, ging nicht einmal 20 Minuten später ein verpatzter Abend zu Ende, der Deutsche musste mit Verdacht auf Muskelfasereinriss im rechten Oberschenkel für Jezek Platz machen (35.). Zicklers Kollegen taten sich weiter schwer, die Altacher machten die Räume geschickt eng und ließen kein neuerliches Chancen-Festival der Adriaanse-Truppe zu. Das in den vergangenen Tagen verwöhnte Salzburger Publikum stimmte sogar erste, leise Pfiffe an, obwohl die Ballverteilung in den ersten 45 Minuten mit 72:28 Prozent eklatant war.
Als kleiner Trost für Altach-Coach Fuchsbichler bleibt die Statistik. In den vergangenen zwei Saisonen war man mit vier bzw. drei Niederlagen in die Saison gestartet und hatte am Ende trotzdem den Klassenerhalt geschafft.
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