Wahl in Skiverband

Wörndle folgt Schröcksnadel in den FIS-Vorstand

Sport
30.05.2008 21:56
Der Nachfolger von Peter Schröcksnadel (Foto) im Vorstand des Internationalen Skiverbandes FIS heißt Werner Wörndle. Der Innsbrucker war von 1987 bis 1996 ÖSV-Alpinchef und ist derzeit Leiter der Ski-Austria-Academy in St. Christoph am Arlberg. Wörndle wurde am Freitag im Rahmen des FIS-Kongresses in Kapstadt dank einer Ausnahmeregelung ins FIS-Gremium gewählt.

ÖSV-Präsident Schröcksnadel hatte am Donnerstag im Rahmen der Ski-WM-Vergabe an Schladming seinen Abschied aus dem FIS-Vorstand bekanntgegeben. Vor allem um mehr Zeit und Lebensqualität zu haben und sich mit aller Kraft dem ÖSV sowie den Vorbereitungen auf die WM 2013 in Schladming zu widmen. Grundsätzlich hätte Wörndle eigentlich gar nicht gewählt werden dürfen, weil Kandidaten 30 Tage vorher gemeldet werden müssen. FIS-Präsident Gian-Franco Kasper erwirkte jedoch eine Ausnahmeregelung. Ein FIS-Vorstand ohne Vertreter des erfolgreichsten Skiverbandes erschien auch den Kongress-Delegierten undenkbar.

92 Stimmen für Wörndle
Wörndle schaffte dann als zwölfter von 20 Kandidaten den Einzug in das 16-köpfige Vorstandsgremium mit 92 Stimmen. Am überzeugendsten wurden der Kanadier Patrick Smith (112), der Norweger Sverre Seeberg (111) sowie Carl Eric Stahlberg (SWE) und Yoshiro Ito (JPN) mit je 109 Stimmen gewählt. Der Franzose Alain Methiaz und der Italiener Giovanni Morzenti ersetzten ihre Landsleute Michel Vion und Gaetano Coppi.

Ausgebootet wurden David Howden (NZL), Vedran Pavlek (CRO), Tseko Minev (BUL) und Toomas Saavi (EST). Vorstandsmitglieder müssen alle zwei Jahre bestätigt werden, der Präsident alle vier Jahre. Kasper (seit 1998 im Amt) muss sich erst am nächsten Kongress 2010 in der Türkei der Wiederwahl stellen.

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